Selbstreflexion, Erinnerung, Tagtraum: A Day in the Life gilt als einer der schönsten und merkwürdigsten Songs der Beatles, jetzt wird das Manuskript bei Sotheby's versteigert.
Es ist ein Lied, das einem nie mehr ganz aus dem Kopf geht, und es ist viel mehr: Selbstreflexion, Erinnerung, Tagtraum. A Day in the Life gilt als einer der schönsten und merkwürdigsten Songs der Beatles - die Aufnahme im Februar 1967 mit dem London Philharmonic Orchestra glich einem absurden Theaterstück, bei dem Pappnasen verteilt wurden. Das Magazin Rolling Stone wählte das Lied auf Platz 26 der 500 größten Songs, viele Interpreten haben sich am tieferen Sinn der Strophen abgearbeitet.
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Es gibt sicher jemanden, dem das Manuskript eines Liedes von John Lennon 700.000 Dollar wert ist: Lennon und George Harrison auf einem Albumcover der Beatles aus dem Jahr 1965. (© Foto: AP)
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Das Manuskript von A Day in the Life steht nun zum Verkauf, das Auktionshaus Sotheby's wird sich der Kostbarkeit annehmen. Das beidseitig beschriftete Papier, das von John Lennon mit einem schwarzen Filzstift und einem blauen Kugelschreiber beschriftet wurde, könnte bei der Versteigerung in New York am 18. Juni bis zu 700.000 Dollar erlösen, glauben Experten. Für Beatles-Fan ist der letzte Song des Albums Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band ohnehin von unschätzbarem Wert.
A Day in the Life handelt von einem Menschen, der die Zeitung liest und das Bild eines Bekannten entdeckt, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist: "He blew his mind out in a car", es ist ein verhuschter Tod, weil der Fahrer eine rote Ampel übersehen hat. Das "Oh boy" beim Lesen bekommt am Ende eine ironische Wendung: In der selben Zeitung steht auch eine Meldung über die 4000 Schlaglöcher in der englischen Stadt Blackburn, die allesamt in die Royal Albert Hall passen würden. Das ist herrlich absurd und mit einer pompösen Klangkulisse unterlegt, ein lyrisches Meisterwerk. Es wird sich also sicher jemand finden, der den Text, der sich ins kollektive Gedächntis der Beatles-Fans eingebrannt hat, unbedingt im Original besitzen möchte.
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(SZ vom 30.04.2010/kar)
Brasiliens Präsidentin Roussef
700.000? Tippe auf 2 Mio.
"He blew his mind out in a car" seltsam, ich habe das immer folgendermaße interpretiert: Der Typ hat sich sein Gerhirn 'rausgeblasen' und hat deshalb nicht bemerkt, dass die Ampel umgeschaltet hat. Naja, das mit den "Schlaglöcher" stimmt ja wohl auch nicht. Vorallem, in den 60ern hat sicher niemand über "Schlaglöcher" auf den Straßen berichtet.
.... meines Wissens nach handelt sich bei den 4000 holes in Blackburn, nicht um Schlaglöcher, sondern um Gräber die man in einer Ausgrabungsstätte in der Gegend gefunden hat. Ich kann mich irren... nur in der mir bekannten Beatles-Literatur wird es so erzählt.