Bandleader Swing-Musiker Hugo Strasser ist tot

Hugo Strasser ist im Alter von 93 Jahren gestorben.

(Foto: dpa)

Der Bandleader und Klarinettist starb nach längerer Krankheit mit 93 Jahren in seinem Haus im Landkreis München. Mit seinen Platten erreichte er Millionenauflagen.

Der Swing-Musiker und Klarinettist Hugo Strasser ist tot. Er sei am Donnerstag nach längerer Krankheit im Alter von 93 Jahren zu Hause gestorben, sagte Max Greger junior am Abend - er hatte ebenso wie sein erst im vergangenen August gestorbener Vater Max Greger zusammen mit Strasser auf der Bühne gestanden.

Am 7. April wäre Strasser 94 Jahre alt geworden. Strasser hatte ebenso wie Greger bis zuletzt auf der Bühne gestanden, vor vier Wochen hatte er in München noch einen Auftritt. "Ich möchte so lange weitermachen, wie mich der Herrgott lässt", sagte er noch vor gut einem Jahr anlässlich seines 60. Bühnenjubiläums bei einem Auftritt im Deutschen Theater in München.

Mit Bestürzung hatte Strasser im Sommer auf den Tod seines langjährigen Weggefährten Max Greger reagiert - und bei dessen Beerdigung gespielt. Er habe nicht geglaubt, dass er als Letzter übrig bleiben werde, sagte Strasser damals. Strasser, Greger und Paul Kuhn waren mehr als zehn Jahre als Swing-Legenden unterwegs.

Strasser, geboren 1922 in München-Schwabing, spielte nach dem Zweiten Weltkrieg Swing und Jazz in amerikanischen Clubs. 1955 bildete Strasser sein erstes eigenes Tanzorchester.

Mit seinen Platten erreichte er Millionenauflagen. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit zwei Goldenen Schallplatten, dem Deutschen Schallplattenpreis und dem Goldenen Tanzschuh - Tanzmusik begeisterte ihn von Anfang an am meisten. Noch mit 65 Jahren gründete er das edle Quintett Hot-Five.