Grob, geschmacklos, oberflächlich: Der "Bad Sex Award" würdigt die "Verwendung überflüssiger Passagen sexuellen Inhalts" in der Literatur. Endlich hat jemand verstanden, was wir lesen wollen.

Der Autor Iain Hollingshead erhält für seinen Roman "Twentysomething" den "Bad Sex in Fiction Award 2006".

Iain Hollingshead Bad Sex in Fiction Award

Hat gut lachen: "Bad Sex in Fiction Award"-Gewinner Iain Hollingshead. (© )

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Das britische Magazin "Literary Review" vergibt die Auszeichnung in diesem Jahr zum 14. Mal. Ihr Zweck ist es, "auf die grobe, geschmacklose, oft oberflächliche Verwendung überflüssiger Passagen sexuellen Inhalts" in ansonsten achtbaren zeitgenössischen Romanen aufmerksam zu machen "und ihr entgegenzuwirken".

Frühere Preisträger sind A.A. Gill, Sebastian Faulks und Tom Wolfe. Die Jury gab bekannt, ausschlaggebend für ihre Entscheidung sei Hollingsheads Beschreibung einer "sich spannenden Hose" gewesen.

Der Autor, mit 25 Jahren der jüngste Gewinner in der Geschichte des "Bad Sex Award", zeigte sich hocherfreut. Er werde den Preis persönlich in London aus den Händen der Rockmusikerin Courtney Love entgegennehmen, so Hollingshead, und hoffe, ihn von nun an jedes Jahr zu gewinnen.

Der letztjährige Gewinner, Gastrokritiker und Romanautor Giles Coren, bekam den Preis für eine denkwürdige Passage, in der er die Genitalien eines Mannes mit einem Duschkopf verglich.

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(SZ v. 1.12.2006)