Streit mit dem Spiegel: Nachdem der geschasste Chefredakteur Stefan Aust mit einer einstweiligen Verfügung drohte, gibt es offenbar Gespräche über eine gütliche Einigung. Angeblich geht es um fünf Millionen Euro.
Zu viel Wirbel um den Spiegel - das ist dem Großverlagschef Bernd Kundrun offenbar ganz und gar nicht recht. In einem persönlichen Gespräch mit dem geschassten Chefredakteur Stefan Aust hat der Vorstandsvorsitzende der Gruner + Jahr AG, die das Hamburger Magazin zu 25,5 Prozent besitzt, nach Informationen von sueddeutsche.de am vorigen Freitag über eine Beilegung der bestehenden Konflikte gesprochen. Womöglich läuft es schon bald auf eine gütliche Einigung hinaus.
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Offenbar spielte die Drohung Austs eine Rolle, per einstweiliger Verfügung seine Wiederaufnahme ins Impressum des Spiegels zu erreichen. Aust war nach 13 Dienstjahren in den Urlaub und die anschließende Freistellung geschickt worden. Sein aktueller Vertrag läuft bis zum Jahresende; er selbst geht von einer weiteren vertraglichen Zusammenarbeit bis Ende 2010 aus, was der Verlag aber anders sieht.
Der Zoff um Aust hat in der Öffentlichkeit dicke Schlagzeilen produziert. Seine Funktion beim Spiegel haben inzwischen der langjährige Spiegel-Online-Chef Mathias Müller von Blumencron sowie der bisherige Berliner Büroleiter Georg Mascolo übenommen, die mit ihrem ersten eigenen Titel - der Steuerskandal um Ex-Postchef Zumwinkel - eine durchaus starke Nummer ablieferten.
Gruner+Jahr-Chef Kundrun will in dieser Lage das Image des Spiegels nicht durch weitere Querelen beschädigen. Auch Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank, ein langjähriger Mitarbeiter Kundruns, ist in die Bredouille geraten. Er hat auch Austs Vertrag als Herausgeber von Spiegel TV gekündigt.
Insgesamt sollen sich die Forderungen Austs zur Kompensation seiner Ansprüche auf fast fünf Millionen Euro addieren. Ihm zur Seite steht der Hamburger Prominentenanwalt Matthias Prinz.
Jurist Prinz war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch der Spiegel und Gruner+Jahr wollten sich zu einer möglichen aktuellen Einigung nicht äußern. Armin Mahler, Sprecher der Mitarbeiter KG des Spiegels (Verlagsanteil: 50,5 Prozent), erklärte, man würde sich freuen, wenn Aust auf die bisherigen Angebote des Hauses eingehen würde. Ansonsten sei es ja noch lange hin bis zum nächsten Gerichtstermin.
Nachdem vor kurzem ein Gütetermin vor dem Hamburger Arbeitsgericht gescheitert war, ist für Anfang Mai eine Verhandlung angesetzt.
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(sueddeutsche.de/gezi/rus)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
Mit der Berichterstattung rächt sich nun die SZ an den negativen Artikeln im Spiegel.
Man saugt eben raus was man kriegen kann. Auch und gerade wenn man ohnehin schon mehr als genug hat.
Aber wie sagte schon Konstantin Wecker: Genug ist nie genug...
Aust? Er wird ein gut versorgter Sozialschmarotzer sein.
Wer aus dem einst links-liberalen Spiegel ein neoliberales Kampfblatt für die mediale Flanke der neoliberalen Brandschatzung gemacht hat, muss dafür auch seinen Judaslohn bekommen.
Armes Deutschland.
"Insgesamt sollen sich die Forderungen Austs zur Kompensation seiner Ansprüche auf fast fünf Millionen Euro addieren. Ihm zur Seite steht der Hamburger Prominentenanwalt Matthias Prinz."
Vielleicht will er auch noch bei Liechtensteins Erbprinz stiften gehen?