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Ausstellung zur NS-Zeit – Selbstgleichschaltung
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Hitlers Herrschaft, schreibt Thamer in seinem Beitrag zum Katalog, "entsprach wie kaum eine andere den Merkmalen einer charismatischen Herrschaft", wie Max Weber sie beschrieben habe. Die "entscheidende Grundlage" dieser Herrschaft sieht er nicht in der zwingenden Gewalt der Persönlichkeit Hitlers, sondern in der Bereitschaft der Bevölkerung, ihm diese Gewalt zuzubilligen. Oder um gleich Weber zu zitieren: Es ist eine Herrschaft "kraft affektueller Hingabe an die Person des Herren und ihre Gnadengaben (Charisma)". Der rote Faden ist das mittlerweile bekannte Wort des Staatssekretärs W. Wilkens, der es 1934 jedermanns Pflicht nannte, "zu versuchen, im Sinne des Führers ihm entgegenzuarbeiten". Die Wendung ist so interessant, weil sie einen allumfassenden Herrschaftsanspruch ausdrückt und zugleich ein egalitäres Moment enthält. Jedermann musste erst einmal erkennen können, was im Sinne des Führers sei. Um bloße Befehlserfüllung ging es ja gerade nicht.
Bild: Foto: Armin Herrmann Werkbundarchiv/ Museum der Dinge15. Oktober 2010, 10:13 2010-10-15 10:13:33
Ausstellung zur Zwangsarbeit