Nach Querelen um die Nachfolgerin von Sabine Christiansen und ihren Sonntags-Talk stattet die ARD Anne Will nun mit einer Stammplatzgarantie aus. Erwägt wird eine Klage gegen den Focus.
Zehn Jahre war Andreas Cichowicz Korrespondent der ARD, auch in arabischen Ländern. Er habe viele Geschichten aus 1001 Nacht gehört, sagte Cichowicz am Dienstag, "keine war so falsch wie die im Focus."
Anzeige
An diesem Montag hatte das Heft aus dem Verlagshaus Burda berichtet, Cichowicz, immerhin Chefredakteur des Norddeutschen Rundfunks (NDR), habe im Dezember 2007 eine Art Sendungsanalyse in den Berliner Redaktionsräumen der ARD-Talk-Show "Anne Will" vorgetragen - im Beisein der Moderatorin. Die zuletzt kritisierte Will, 42, soll anschließend die Contenance verloren und Cichowicz "die Leviten" gelesen haben.
"Das stimmt nicht", sagte Cichowicz nun. Weder sei es "der Stil von Anne Will noch meiner, Leviten zu lesen. Ich habe im Dezember eine Art Halbjahresbilanz gezogen. Wir haben auch kontrovers diskutiert, über das Sofa, über Dramaturgie und Themen der Sendung". Streit habe es deswegen nicht gegeben. Er prüfe rechtliche Schritte gegen den Focus.
Dass die ARD, auch, um ihr Programmschema reformieren zu können, Frank Plasberg mit "Hart aber fair" von Mittwochabend auf den Sonntagabend schiebt und Wills Talk beendet, hat Günter Struve, 67, am Montag ausgeschlossen. Der ARD-Programmdirektor hat zwar angekündigt, bis Sommer mit den Intendanten dafür zu sorgen, dass über eine einheitliche Werktagansetzung der Tagesthemen entschieden werde. Aber nicht zu Lasten Wills.
Ausdrücklich gelobt
Die ARD werde ihren Vertrag mit Anne Will, der bis 2010 läuft, erfüllen. Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff erklärte: Will sei für ihre Sendung unlängst beim Treffen der Intendanten in Bonn ausdrücklich gelobt worden. "Ihre Sendung ist sehr erfolgreich, so wie auch der Mittwochstalk von Frank Plasberg. Einen Handlungsbedarf gibt es deshalb nicht."
So könnte es sein, dass am Ende Plasberg seinen Platz tauschen und auf den Donnerstag rücken muss. Das sei, so ein ARD-Manager, eine Variante. Keine Variante sei es dagegen, den Fernsehfilm der Woche vom Mittwochabend (20.15 Uhr) abzuziehen.
Für Anne Will spricht, dass sich Moderatorin und Redaktion nach einem Ausrutscher (8,9 Prozent Marktanteil) Ende Februar stabilisiert haben. Die Quoten liegen konstant über zwölf, zuweilen bei über 17 Prozent. Doch das Profil der Sonntagabendtalkshow hat sich so sehr auch nicht verändert mit dem Wechsel von Sabine Christiansen zu Anne Will. Will setzt mehr auf Erkenntnisgewinn beim Zuschauer, was zuweilen auf eine Art politischen Volkshochschulkurs hinaus läuft. NDR-Mann Cichowicz glaubt, dass vieles, was er im Dezember angesprochen hat, inzwischen optimiert worden sei.
(SZ vom 29.4.2008/rus)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
"Die ARD werde ihren Vertrag mit Anne Will, der bis 2010 läuft, erfüllen. Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff erklärte: Will sei für ihre Sendung unlängst beim Treffen der Intendanten in Bonn ausdrücklich gelobt worden."
Na dann warten wir´s mal ab, ob die Sendung bis 2010 durchläuft. So lange die Zuschauer-Quote über 10 % liegt, gibt es keinen Handlungsbedarf. Die ARD wird aber sehr wohl reagieren, wenn die Quote abfällt und die Zuschauer ausbleiben.
Wenn Frank Plasberg mit seiner Mittwochsendung mehr Zuschauer haqt, ist das noch kein Grund - Will steht unter Artenschutz "Frau" und als Lesbe ist sie Botschafterin für mehr zumutbare Toleranz. Sie zu kündigen würde Vorwürfe ganz anderer Art nach sich ziehen. (Insofern war es für Will nicht verkehrt sich zu outen, obwohl hierzu keine Notwendigkeit bestand).
Interessant wäre lediglich eines zu wissen: Was in ihrem Vertrag drinsteht bezüglich vorzeitiger Vertragsauflösung. Wieviel Milliönchen dann der berühmte goldene Handschlag ausmacht, den man sich jetzt noch erspart.
Weil sie eine von ganz wenigen im dt. TV ist, die sich noch wagt, den Mund aufzumachen entgegen der aktuellen mediengemachten Meinung!
Klar langweilt mich auch am meisten das "Politiker"-Geschwafel, denen sollte man auf Knopfdruck einfach das Mikro abschalten können, wenn sie mal wieder nicht auf gestellte Fragen antworten.
Aber Anne Will macht ihren Job gut (meiner Meinung nach), setzt sich ein für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Wo hat man das sonst noch?
Pro Anne Will
Es ist der pure Neid von einigen Damen, die dem Irrtum aufsitzen - sie könnten es besser. Auch ist es sehr Auflagen trächtig - sich über Anne Will den Mund zu zerreißen.
Würde man ihren Kritikern - die Möglichkeit gebe, 1 Minute LIVE ihren Platz zu übernehmen, die würden sich vor Angst in die **** machen.
NHC - NeidHammelClub.
Anne will hat für mich den Charme einer Klosterschülerin, die in allem die beste sein will. Genauso behandelt sie auch ihr Publikum nach dem Motto: " ich weiss es besser und zeige euch mal , wie es geht..." Teamorientiertere Sendemodelle scheinen ihr fremd und "Betroffene" sind Randfiguren - entscheidend sind vermeinzliche Entscheidungsträger, die haben das vorletzte Wort , sie selbst immer das letzte.
fernsehen wie in den sechzigern - zukunft ist das nicht - ohne Tatortvorlage und Trägheitsprinzip würde doch die hälfte nicht zuschauen.
Gute nacht , ard!
Was diese Frau macht kann jede Hausfrau (vielieicht besser )
Blödsinnige Quasselei zu Reizthemen.
Warscheinlich bleibt Sie uns aber noch lange erhalten.
Die ARD bewegt sich schon lange auf dem Niveau der Privatsender .
Nach unten offen!
Paging