Ein Bieter hat offenbar ein Gemälde unbekannter Herkunft mit einem Rembrandt verwechselt - und eine Rekordsumme dafür bezahlt.
Ein Porträt, das an Rembrandt erinnert, aber nicht von ihm stammt, ist in Großbritannien für 2,2 Millionen Pfund (3,1 Millionen Euro) versteigert worden. Das Auktionshaus Moore, Allen & Innocent zeigte sich geradezu entsetzt über dieses Resultat.
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So sieht ein echter Rembrandt aus (© Foto: AFP)
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Vermutlich habe der anonyme Bieter allen Expertenmeinungen zum Trotz geglaubt, bei dem Bild mit dem Titel "Der junge Rembrandt als Democrates, der lachende Philosoph" handele es sich um ein Selbstbildnis des niederländischen Meisters aus dem frühen 17. Jahrhundert.
Man habe aber klar darauf hingewiesen, dass dies nicht der Fall sei, betonte Philip Allwood, der die Auktion in Cirencester westlich von London leitete.
Der Wert des versteigerten Gemäldes, dessen Ursprung unbekannt ist, wurde den Angaben zufolge lediglich auf 1500 Pfund geschätzt, doch schon nach 15 Minuten wurde die unerwartete Rekordsumme erzielt.
(AP/bilu/odg)
65. Filmfestspiele Cannes
So etwas gibt es immer wieder, auch bei Instrumenten.
Heute werden Bilder genommen, um Drogengelder zu waschen o.ä.
Wer solche Summen ausgibt und keinen Sachverständigen beauftragt, um ein Expertise angertigen zu lassen, der hat doch selbst etwas zu verbergen.
Ein Flugticket zur Kunstauktion nach London, Paris oder Wien kostet nicht so viel, im Vergleich zu den Summen, die dann dort fließen.
Es scheint, als hätte die SZ nun jeglichen journalistischen Anspruch aufgegeben, wenn Sie die vorhandenen Informationen so zurecht schneidet, dass eine knackige "Viel-Klick-Meldung" herauskommt.
Ist es da nicht praktischer, man erfindet die Beiträge und Geschichten gleich vollständig?
Es gibt ja viele Szenarien:
Bieter im Saal
Schriftliches Gebot.
Telefonbieter
Gerade bei einem schriftlichen Gebot, kennt das Auktionshaus
das oberste Limit dieses Bieters.
UND DANN????
Es soll schon oft vorgekommen sein, dass man den Zuschlag
bei einem schriftlichen Gebot KNAPP unter seinem Limit bekommen hat. ;-)
@georg585: das ist ja alles richtig, aber es bedarf ja bei einer solchen auktion eines gegenbieters um den preis erstmal in diese höhe zu bringen. und zwei personen mit der selben fehleinschätzung in ein und der selben auktion sind doch recht seltsam.
grundsätzlich: manipulationen sind ja nie auszuschließen, auch wenn das auktionshaus selbst nicht in derartige vorgänge involviert ist (der name des hauses legt dies alleine nahe ;-))) ist das risiko für einen externen scheinbieter (z.b. bekannter des einlieferers) extrem hoch, da er ja in der regel nicht über das limit des gegenbieters bescheid weiß.
also, wer war dieser mitbieter?
Dieser ganze Kunst-Ausverkauf ist doch nicht mehr feierlich. Da wird jeder noch so große Schund mit Millionen verkauft - ob das Bild wirklich taugt, interessiert die Leute nicht, es geht allein um den Marktwert. Darum freut es mich diebisch, wenn so ein Spekulant wieder einmal daneben haut!
Paging