Der iranische Präsident lässt den Regisseur von "JFK" und "Nixon" nicht in Iran drehen.
Oliver Stone liebt die Tuchfühlung mit starken Männern. Je stärker und je böser, desto besser. Über Ahmadinedschad zum Beispiel, den Präsidenten von Iran, würde er gern ein Dokudrama drehen.
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad lehnt die Anfrage von Oliver Stone ab. (© Foto: dpa)
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Vor vielen Wochen hat er daher einen Antrag auf Drehgenehmigung und auf Kontakt mit dem Mann bei den iranischen Behörden eingereicht. Der Filmemacher, der in seiner Heimat mit vielfältigen Attributen bedachte wurde, vom Vaterlandsverräter bis zum Unzurechnungsfähigen, wurde nun auch im fernen Land ausgebremst.
Retourkutsche
"Es ist richtig, Oliver Stone zählt zur Opposition in den USA", erklärte Mahdi Kalhor, Medienberater des Präsidenten, und hat dabei wohl aus dem Stone-Œuvre Sachen wie "JFK" oder "Nixon", den Castro-Film "Comandante" oder "Persona non grata" über Arafat im Hinterkopf. Aber, sorry, "auch die Opposition ist noch Teil des großen Satans . . ." Der ist in diesem Kontext das westliche Böse an sich, gewissermaßen die Retourkutsche zum ominösen "Reich des Bösen".
Und dann hat Stone noch "Alexander" gemacht, in dem gegen die Perser zu Felde gezogen wird: "Wir glauben, dass das amerikanische Kino jeglicher Kultur und Kunst entbehrt und nur als Mittel zum Zweck benutzt wird. Hollywood und andere zionistische Medien reagieren auf Phänomene, die sie nicht mögen, durch spezifische Prozesse." Ahmadinedschad schuftet Tag und Nacht, erläutert Javad Shamaqdari, Kunstberater des Präsidenten, und es kommen so viele Anfragen von Filmemachern - da kann er sich nur für einen einzigen Zeit nehmen . . ."
"Wenn Mr. Stone allerdings es einrichten könnte, dass ein iranischer Filmemacher einen Film über George Bush machen könnte - das würde die Wahrscheinlichkeit für seinen eigenen Film beträchtlich steigern."
(SZ vom 3.7.2007)
Wettmanipulation im Fußball
Zitat:
"Wenn Mr. Stone allerdings es einrichten könnte, dass ein iranischer Filmemacher einen Film über George Bush machen könnte - das würde die Wahrscheinlichkeit für seinen eigenen Film beträchtlich steigern."
Dafür würde ich sofort Eintritt bezahlen!!
Besser wäre ein Eventfilm, wo beide Seiten in einem Film beleuchtet würden.
Doch so etwas würde in keinem der beiden Länder die Zensur überstehen, weder im Reich des Bösen, noch beim großen Satan.
P.S.: "Reich des Bösen"? Hatte nicht Ronald Reagan diesen Begriff erfunden, als er von der UDSSR sprach??