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In der eher kläglich verlaufenden Debatte um die diesjährige Verleihung des Heinrich-Heine-Preises äußert sich der umstrittene Autor nun selber: Hier die Stellungnahme von Peter Handke zu den Vorwürfen gegen seine proserbischen Positionen.
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Peter Handke vor einer durch Nato-Raketen zerstörten Autofabrik im serbischen Kragujevac im Jahre 1999. (Foto: dpa)
Am 20. Mai war Peter Handke der Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf zugesprochen worden. Am Dienstag haben die Fraktionen des Stadtrats nach Protesten wegen Handkes pro-serbischer Haltung angekündigt, das Preisgeld zu verweigern.
Ich muss ernsthaft sein und ruhig antworten auf die Vorwürfe, die mir seit vielen Jahren und jetzt wieder, nach der Zusprechung (und der angedrohten Nicht-Vergabe) des Heinrich-Heine-Preises entgegengehalten werden. Ich muss es für die Leser tun, für die redlichen Leser — übrigens eine Tautologie, denn ein unredlicher oder voreingenommener Leser ist nie ein Leser.
Ballern mit Wortgeschossen
Also: Hören wir einander endlich an, statt uns aus feindlichen Lagern anzubellen und -zuheulen. Und tolerieren wir die bösen Wesen (?) oder Geister (?) nicht mehr, die im Zusammenhang mit dem tragischen Jugoslawien-Problem weiterhin mit Wort-Geschossen wie „Revisionismus“, „Apartheid“, „Hitler“, „blutige Diktatur“ etc. ballern. Lassen wir, was die Kriege in Jugoslawien angeht, alle Vergleiche und alle Parallelen sein.
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