Sehnsucht, die man in einer 50-Millionen-Euro-Produktion nicht erfüllen kann: Tom Tykwers und Bernd Eichingers Verfilmung von Patrick Süskinds "Das Parfum" zeigt eine olfaktorische Lust am Text.
Karoline Herfurth als Mirabellenmädchen und Ben Whishaw als Grenouille. Foto: Constantin
Ein Anflug von Erschöpfung scheint nun über diesem Film zu liegen, nach dem mörderischen Parcours, den er hat durchlaufen müssen. Nach der unendlich langen Wartezeit, bis der Produzent Bernd Eichinger vom zurückgezogenen Patrick Süskind die Rechte an seinem Roman bekommen hat, frei wurden. Nach der komplizierten Finanzierungs- und Drehbuchphase - zwei Dutzend verschiedene Fassungen hat es angeblich gegeben, bevor Eichinger, Tom Tykwer und Andrew Birkin das endgültige Script verfertigt hatten (abgedruckt im Buch zum Film im Diogenes Verlag). Nach der ungewöhnlichen Doppelspitze von Tom Tykwer, als Regisseur, und Bernd Eichinger als Produzent - wie meistens am Drehort präsent. Nach den liebevollen Rekonstruktionen des Fischmarkts von Paris und der Kaufmannsvillen von Grasse, beide gedreht in Barcelona, und den Massenszenen. Nach dem Mega-Auflauf schließlich bei der Premiere vorige Woche in München.
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