"Es ist eine Schande": Wegen der Einladung des Holocaustleugners Irving und des Rechtsextremisten Griffin ist es an der Universität Oxford zu heftigen Protesten gekommen.

Plakate der Demontrationen gegen den Auftritt DAvid Irvings in OxfordGrossbild

Plakate der Demonstrationen gegen den Auftritt David Irvings in Oxford. (Foto: Getty)

Etwa 30 Demonstranten durchbrachen am Montagabend die Absperrungen und drangen in das Gebäude ein, wo der britische Publizist Irving und der Chef der rechtsextremen British National Party, Nick Griffin, auf einer Veranstaltung des elitären Debattierklubs Oxford Union sprechen sollten.

An der renommierten Universität versammelten sich rund 500 Aktivisten und Antifaschisten. Martin McCluskey, Vorsitzender des Studentenverbandes Oxford Student Union, sagte, es sei "eine Schande", dass die beiden auf derselben Veranstaltung sprechen würden wie einst Mutter Teresa und der Dalai Lama.

"Ich bin Student der Geschichte, und David Irving ist eine Beleidigung für die Geschichte und das jüdische Volk“, sagte einer der protestierenden Studenten, James Thompson. Die Oxford Union gehört offiziell nicht zur Universität von Oxford, ihr gehören allerdings mehrheitlich Studenten an. Der Präsident des Debattierclubs, Luke Tryl, erklärte, bei der Einladung an Irving und Griffin sei es nicht um deren Ansichten, sondern um die Meinungsfreiheit gegangen.

Der Debattierklub betonte, es sei wichtig, Menschen mit verschiedenen Ansichten eine Plattform zu geben. Die Debatte konnte wegen der Proteste nicht pünktlich beginnen.

Der Präsident des Debattierklubs zeigte sich enttäuscht von den Protesten: Tryl verteidigte den Weg, "dem Faschismus durch die Diskussion" zu begegnen: "So werden wir sie besiegen", sagte Tryl der BBC.

Die meisten Fragen sollen dem Vernehmen nach an den Holocaustleugner Irving gestellt worden sein. Zu Irvings Auftritt sagte Tryl: "Er wirkte energielos. Die Fehler in seinen Argumenten zur freien Rede sind entlarvt und ich bin sehr froh, dass dies geschehen ist."

Die Einladung hatte zuvor schon für Zündstoff gesorgt. So war der Tory-Abgeordnete Julian Lewis aus Protest aus dem Klub ausgetreten. Verteidigungsminister Des Browne hatte seinen Auftritt bei der Veranstaltung, deren Thema Grenzen der Meinungsfreiheit war, abgesagt.

Irving war im Februar 2006 in Österreich zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt, aber im Dezember 2006 vorzeitig entlassen worden. Er hatte mehrmals den Holocaust geleugnet. Griffin war 1998 wegen Rassenhasses verurteilt worden.

(dpa/ap/odg/ihe)

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Leserkommentare (42)



29.11.2007 14:10:09

Stullentulpe: @monikamm207

In meiner Unibib gibt es das Buch und werde es in den Semsterferien lesen, wenn ich mit den Hausarbeiten fertig bin.

Obwohl mich das Thema im Allgemeinen ziemlich anödet. Denn es wird falsch und eintönig über das Thema geredet.

Nun gut. beenden wir das Thema hier und jetzt.

Danke für den Buchtipp

LIEBEN GRUSS

Stulle


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