Roger Moore über Bond

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Ein Quantum - was?

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Live and let die. Filmplakat zu Roger Moores Auftritt als James Bond, AP

Kein anderer gab den Geheimagenten so oft wie er: Moore hätte sich einen anderen Bond-Titel gewünscht - für den Titelsong. Hier schreibt Sir Roger Moore über den Bond und den Pop.


Seitdem der Titel des neusten James-Bond-Abenteuers bekannt ist, hat man viel darüber diskutiert, was er bedeuten könnte. Manche haben darauf hingewiesen, dass "Quantum of Solace" ("Ein Quantum Trost") der Name einer Kurzgeschichte in Ian Flemings Buch "For Your Eyes Only" ist.

Es sei "eine Maßeinheit für Trost", sagte der Produzent Michael G. Wilson. Ich muss zugeben: Der Titel macht mir ein wenig Sorgen, genauso wie er wahrscheinlich dem Texter des Titelsongs Sorgen gemacht hat.

Musik spielt ja immer eine große Rolle in Bond-Filmen. Als jemand, der in sieben Bond-Filmen die Rolle des 007 spielen durfte, die allesamt unvergessliche Titelsongs hatten, hätte ich mir einen einfacheren und "singbareren" Titel für das neue Epos gewünscht. Im Titellied, "Another Way To Die", taucht der Titel ja auch gar nicht auf.

Als ich Daniel Craigs erstes Bond-Abenteuer, "Casino Royal", gesehen hatte, war ich begeistert von Craig. Wenn man mich gefragt hätte, auch nur ein paar der Stunts zu drehen, die er da vollführt, hätte ich anschließend sicherlich einige Tage im Krankenhaus verbracht.

Bei meinem ersten Auftritt als Jimmy Bond - in "Leben und sterben lassen" - habe ich mich beim Dreh der großen Jetboat-Verfolgungsjagd auch tatsächlich verletzt. Ich habe das schnelle Wenden geübt, als der Motor ausfiel und damit auch die Lenkung. Ich raste weiter geradeaus, genau in ein Bootshaus aus Holz. Beim Aufschlag stürzte ich aus dem Boot gegen eine Wand, schlug mir meine Schneidezähne aus und verdrehte das Knie. Danach musste ich tagelang mit einer Krücke laufen.

Zum Glück musste ich in den meisten Szenen erstmal nur im Boot sitzen. Da humpelte ich also mit meiner Krücke ins Boot und tat vor der Kamera so, als sei ich unzerstörbar. Wer will da behaupten, ich könne nicht schauspielern?

Text: SZ vom 05.11.2008/pak
Deutsch von Lars Weisbrod
Foto: Filmplakat zu Roger Moores erstem Auftritt als James Bond/United Artists

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