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"Er soll seine Finger von meinem Vater lassen"
Graf von Stauffenberg über Tom Cruise
22.06.2007, 11:42
Am 20. Juli 1944 deponierte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führerhauptquartier Wolfsschanze einen Sprengsatz, der Hitler töten sollte. Doch der Diktator überlebte; Stauffenberg, der 2007 seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte, wurde standrechtlich erschossen, seine schwangere Frau in Haft genommen, seine vier Kinder in ein Kinderheim verschleppt. Nun interessiert sich Hollywood für die "Operation Walküre". Der bekennende Scientologe Tom Cruise soll den Hitler-Attentäter spielen. Die SZ sprach mit Stauffenbergs ältestem Sohn Berthold, 72, pensionierter Generalmajor der Bundeswehr.
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Der deutsche Offizier und spätere Widerstandskämpfer Claus Graf Schenk von Stauffenberg (1907 - 1944) in einer Aufnahme aus den frühen 30-er Jahren. (Foto: dpa)
SZ: Graf Stauffenberg, der Hollywood-Schauspieler Tom Cruise soll in einem neuen Film Ihren Vater verkörpern. Wann haben Sie den Namen Tom Cruise zum ersten Mal gehört?
Berthold Graf Schenk von Stauffenberg : Ich bin kein großer Kinogänger und schaue auch kaum fern. Aber da gab es mal so einen Militär-Film . . .
SZ: "Top Gun"?
Stauffenberg: So hieß er wohl. Da bin ich beim Fernsehen reingestolpert. Cruise spielte einen Flieger. Aber zu Ende gesehen habe ich den Film nie. Er war mir zu schlecht. Und damals wusste ich weder, dass dieser Mann ein glühender Scientologe ist, noch, dass er sich mal für meinen Vater interessieren würde.
SZ: Könnten Sie den Darsteller Cruise in der Rolle Ihres Vaters verhindern?
Stauffenberg: Nein. Mein Vater ist eine Person der Zeitgeschichte. Selbst wenn ich nachträglich gegen den Film vorgehen würde - etwa, weil mein Vater in einer ehrabschneidenden Art dargestellt würde -, dann bestünde doch die Gefahr, dass ich für so etwas auch noch Werbung mache. Was soll ich mich vor irgendwelchen amerikanischen Gerichten rumstreiten? Verhindern kann ich diesen Film ohnehin nicht.
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Der Hollywood-Schönling Tom Cruise soll den Hitler-Attentäter spielen. (Foto: dpa)
SZ: Haben Sie das Drehbuch gelesen?
Stauffenberg: Nein. Hat mir auch niemand angeboten. Ich habe eine Zeitlang gehofft, dass das alles nur ein Publicity-Gag von Herrn Cruise ist. Offenbar scheint das jedoch nicht so zu sein. Da kommt sicher nur Mist raus. Kann natürlich auch sein, dass ich mich täusche. Das würde mich sogar freuen.
SZ: Was wissen Sie über Scientology?
Stauffenberg: Hier in Stuttgart versuchen diese Leute, ziemlich aktiv zu sein. Sie bieten Hausaufgabenbetreuung für Schüler an und nehmen viel Geld für Kurse, die sie ihren Mitgliedern vorschreiben. Für mich ist das in erster Linie ein Wirtschaftsunternehmen - keine Kirche.
Man muss ja vorsichtig sein, was man sagt. Nicht, dass die einen verklagen. Andererseits sollte man seine Meinung schon äußern dürfen.
Im zweiten Teil: Was Stauffenberg von früheren Filmen über seinen Vater hält.
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![]() 12.07.2007 19:13:23 Fabiola Martina: Cruise als Stauffenberg An Eliot27 - bin ganz deiner Meinung und sogar weitlaufig verwandt mit den Stauffer Schenken. Darum danke, das du vieles so korrekt gesagt hast. Vielleicht liegt das Problem auch ein wenig daran, das es mittlerweile zu wenig "Deutsche" gibt,die sich noch für die deutsche Vergangenheit, d.h. die Wahrheit interessieren. Die alten sterben aus, die Jungen wollen es nicht mehr wissen. Was bleibt da noch, die 60iger Generation ??? Es ist schade, aber die überfremdung, der nationale Kindermangel und die überalterung sind sicher nicht ganz schuldlos daran, das ein Cruise überhaupt mit so einem Thema und Angebot in die Debatte kommt. Vieleicht wäre es eine Idee, wenn z.B. Eichinger, sagen wir mal einen Film über - Busch und Familie - drehen würde und dann - Osama bin Laden und Familie - als Hauptdarsteller nehmen würde! das wäre genauso schizophren. Der Unterschied zwischen der standhaftigkeit des Cruise und des Graf Stauffenberg ist der, das der eine sein Leben aufs Spiel gesetzt hat und der andere nur ein paar Millionen, die er ja nicht mal aufs Spiel gesetzt hat. Und das C. nur das Publikum belügen muß, wärend Stauffenberg Hitler und seinen Schergen was vormachen mußte, kostet C. auch nicht das Leben. Er wird auch nicht arm werden wenn er drauf verzichtet, aber der doch nicht, Gier, Macht und Geld sind doch das Lebenselixier der Scientologen !!! Um an das Geld der Leute zu kommen, lügen, betrügem und setzen diese Typen arme, verzweifelte Menschen unter Druck, sie nehmen Ihnen alles und dann ...... egal, wen interessierts, jedenfalls nicht Herrn Cruise, der ist ja reichlich eingedeckt mit Millionen. Darum nehme ich an, das er nicht einmal Menschen in seiner eigenen Sekte hilft, geben ist da nämlich nicht so angesagt. NEHMEN bringt viel mehr - GELD ! Und wenn er helfen würde und könnte, dann doch sowieso nur den jenigen, die austreten wollen und wegen der Sciontologen mittellos geworden sind. Aber so jemand hilft doch kein T.Cruise, da würde er seiner Sekte doch in den Rücken fallen, das geht natürlich nicht. Ich nenne so jemand nur einen Verbrechen und Kriminiellen. Jemand der auf Kosten anderer seinen Vorteil ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzt,, ist moralisch und ethisch nicht mehr als ein ignorrantes Individuum und sollte genauso behandelt werden. Darum stelle ich ihn mir immer wieder gerne mit seinen ehemals braunen Zähnen ![]()
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