... wäre es, wenn Led Zeppelin nach ihrem grandiosen Comeback-Konzert nie wieder auftreten würden - was Kritiker sonst noch sagen und wie das Konzert in London 27 Jahre nach Auflösung der Band war.

Led Zeppelin Reunion-Konzert in London

Comeback in London: Led Zeppelin beim lang erwarteten Konzert am 10. Dezember. (Foto: Getty Images)

Millionen Fans hätten gern ein Ticket gehabt, doch nur 20.000 von ihnen waren dabei, als die Rocklegende Led Zeppelin am Montagabend in London zum ersten Mal seit 19 Jahren wieder auf der Bühne stand.

 
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Zwei Stunden lang demonstrierten die drei Altrocker Robert Plant, Jimmy Page, John Paul Jones und der Sohn ihres verstorbenen Schlagzeugerkollegen John Bonham, Jason Bonham, dass sie ihrem legendären Ruf immer noch gerecht werden.

Das zeigt das geballte Kritikerlob. Angesichts des großartigen Zusammenspiels der Band wäre es geradezu ein Akt kosmischer Perversion, jetzt wieder aufzuhören, findet etwa der sichtlich begeisterte Kritiker der Times. Es sei kaum zu glauben, dass die Band über fast drei Jahrzehnte hinweg kaum zusammen gespielt habe, schwärmt Guardian Unlimited. Led Zeppelin habe zu alter Kraft zurückgefunden, so die New York Times.

Nach dem ersten Hit ihres Debütalbums “Led Zeppelin“ - "Good Times Bad Times“ - folgten Klassiker wie "Stairway to Heaven“, "Whole Lotta Love“ und "The Song Remains the Same“.

Nach einem etwas holprigen Start, getrübt auch durch eine schwache Akustik, fassten die drei Altmusiker und Bonham Junior schließlich Tritt. Wer befürchtet hatte, dass Plants Stimme - sein Markenzeichen - mit dem Alter an Ausdruckskraft verloren haben könnte, wurde eines Besseren belehrt. Glanzlicht des Abends war jedoch Pages Gitarrenspiel.

Die weiße Mähne des 63-Jährigen war triefend nass, als er gegen Ende des Konzerts bei "Dazed and Confused“ mit verzerrtem Gesicht und mit Hilfe eines Geigenbogens seine doppelhalsige Gibson SG bearbeitete.

Zahlreiche Fans griffen zur Luftgitarre. "Es war phantastisch“, schwärmte der 48-jährige John Charles, ein Fan aus London: "30 Jahre lang habe ich darauf gewartet. Jimmy Page - was für ein Gitarrist.“

"Robert Plant war großartig“, stimmte die 46-jährige Deborah Mataya zu, die den weiten Weg aus Chicago im Mittleren Westen der USA nicht gescheut hatte. Begeistert hatten die aus aller Welt angereisten Led-Zeppelin-Anhänger dem Rockereignis entgegengefiebert. In der Warteschlange vor der 02-Arena prosteten sich Wildfremde mit Bierflaschen zu.

Verblichene T-Shirts von Led-Zeppelin-Tourneen längst vergangener Zeiten wurden stolz zur Schau getragen. "Das ist ein einmaliges Erlebnis“, schwärmte der 37-jährige Richard Cooper, der mit seiner ganzen Familie aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee angereist war.

"Es ist ein unglaubliches Ereignis“, sagte der 49-jährige Jacques Harrar aus Paris, der mit seiner Frau nach London gepilgert war. Led Zeppelin waren zuletzt vor 19 Jahren bei einem Benefizkonzert öffentlich aufgetreten. Die 1968 von Page gegründete Band verkaufte in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 300 Millionen Schallplatten.

Nachdem Schlagzeuger Bonham 1980 starb - er erstickte an seinem Erbrochenen -, hatte kaum noch jemand an ein Bühnenrevival der Rocklegende geglaubt. Im September kündigte die Band jedoch überraschend ein Konzert zu Ehren des im vergangenen Jahr verstorbenen Gründers der Plattenfirma Atlantic Records, Ahmet Ertegun, an, der die Band vor vier Jahrzehnten unter Vertrag genommen hatte.

Bis zu 20 Millionen Fans bemühten sich daraufhin im Internet um die 20.000 Eintrittskarten für umgerechnet 175 Euro, die jedoch verlost wurden.

(AP/AFP/gdo/odg/ihe)

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Leserkommentare (10)



11.12.2007 15:57:27

HHoppetosse: Ganz schön aktiver Boykotteusen Boykott hier....

fürs dämliche copy-and-pasten schwachsinniger Boykotterklärungen in jedem nur erdenklichen Beitrag der SZ bleibt den achso gestressten Bürohanseln scheinbar genug Zeit.

Für mehr langts dann aber leider nicht - schade eigentlich!

Aber so isses mit der Basisdemokratie! Kein Blumentopf ist mit ihr zu gewinnen!


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