Auftakt in Cannes: Man sah einen Film zum Buch und benahm sich wie Personal zum Film zum Buch. Ein wirrer Zeichenkosmos auf rotem Teppich, also - aber wir haben alles entschlüsselt. Hier sind die Bilder!
Wenn man den Film gesehen hat, und wir waren in der glücklichen Lage, den Film vor der offiziellen Premiere in Cannes gesehen zu haben, und wenn man dann auch noch das Buch kennt, das dem Film Vorlage war, dann weiß man: Überall erblühen die Zeichen!
Tom Hanks, Audrey Tautou, Ron Howard, Jean Reno beim Betreten des Zeichen-Minenfeldes von Cannes. (© Foto: AP)
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Überall ächzen uralte Jahrhunderte an tonnenschwerer Glaubensbotschaft. Da gibt es es selbst in Supermärkten kein Entrinnen, in denen wir allerdings vergeblich nach diesen schicken Bußgürteln gesucht haben. (Wohl nur im guten Fachgeschäft!)
Kein Wunder also, dass man anschließend der Realität nicht mehr ganz traut, weil dieses wirbelnde Zeichenuniversum den Kopf verdreht.
Denn, offen gestanden, das Buch ist dick genug, seine kruden Malerei-Deutungen in homöopathischen Dosen auszubreiten.
Der Film, der versucht, dieses Buch Seite für Seite zu bebildern, kommt in arge Zeitnöte. Er muss zuviel erklären und dauert denn auch zweieinhalb Stunden.
Und doch: Danach ist man so genudelt, dass man überall nur Zeichen aus grauer Zeit zu erkennen glaubt - und weil Cannes doch ein Pool für Mysterien ist, waren wir sicher, auch auf dem Roten Premieren-Teppich von Cannes nur Zeichenmarmelade aus derselben Factory erblickt zu haben. Hier nun unsere Deutungen! Ach, sehen Sie doch selbst - wir haben die Bilder!
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