Mittwoch Abend wird das Film-Festival in Südfrankreich eröffnet. Der oberste Bill-Killer, Quentin Tarantino, ist in diesem Jahr Jury-Präsident. Er wird auch ein Auge auf den deutschen Beitrag zu werfen haben.

Glanz und Stars sollen die bewährten Zutaten sein, doch wollen die Internationalen Filmfestspiele in Cannes diesmal vor allem künstlerische Akzente setzen und Überraschungen bieten.

Wer nicht ins Kino geht, um zu sehen, wirft sich am Strand in Pose, um gesehen zu werden: so war es immer in Cannes, so war es auch 2002., als sich die Französin Muriel Launay vor Fotografen in sanfter Dünung räkelte. (© Foto: AP)

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Wenn das jüngste Werk "La Mala Educación" des Spaniers Pedro Almodóvar am kommenden Mittwoch - außer Konkurrenz - das 57. Festival an der Côte d'Azur eröffnet hat, beginnt der Wettbewerb der nur 18 nominierten Filme um die begehrte Goldene Palme.

So machen die Festspiele bereits eines deutlich: Cannes antwortet auf die steigende Flut angebotener Filme mit striktester Auswahl. Auserkoren wurde mit "Die fetten Jahre sind vorbei" von Hans Weingartner erstmals wieder ein deutscher Film.

Für das renommierte Festival diese deutsch-österreichische Produktion auszusuchen und nicht "Der neunte Tag" des Altmeisters Volker Schlöndorff, das bezeugt die deutliche Öffnung hin zu einer jungen Generation der Nachwuchsregisseure.

Sicherlich sind die Brüder Joel und Ethan Coen ("The Ladykillers"), Emir Kusturica ("Das Leben ist ein Wunder") und auch der Chinese Wong Kar-wai ("2046) einmal mehr im Wettbewerb. Insgesamt sind jedoch weniger "Cannes-Veteranen" präsent sowie mit "nur" drei Filmen auch weniger französische Produktionen als sonst. Damit ist mehr Platz für junge Talente aus der Welt des Kinos auf anderen Kontinenten.

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