SZ-Werkstatt Und Schnitt!

Ivonne Wagner, 34, ist Producerin in der SZ-Entwicklungsredaktion. Nach einer Ausbildung zur Bauzeichnerin studierte sie Medieninformatik. In der SZ zu finden ist sie entweder hinter der Kamera, im Schnitt oder im Studio.

(Foto: oh)

Ivonne Wagner arbeitet als Producerin in der SZ-Entwicklungsredaktion, die zuweilen selbst mit Luftballons hohe Klickzahlen erreicht.

Von Ivonne Wagner

SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius kommentiert eine neue Entgleisung von US-Präsident Trump. Kathleen Hildebrand aus der Kultur empfiehlt einen Thriller fürs Kinowochenende. Und Marc Beise, Ressortleiter Wirtschaft, erklärt die Folgen des Brexit. Sie sind drei von vielen Kolumnisten, die Woche für Woche vor der Kamera stehen, um den Journalismus der Süddeutschen Zeitung in bewegten Bildern zu zeigen.

Warum wir das machen? Weil viele Dinge sich besser erschließen, wenn wir sie im Video zeigen können. Zum Beispiel wenn Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, einen Luftballon zusammendrückt, um zu erklären, wie schwarze Löcher funktionieren. Oder wenn Thomas Hummel aus dem Sport auf einer Taktiktafel erklärt, warum der FC Bayern einmal nicht gewonnen hat.

Inhaltlich werden die Beiträge von einem meiner Kollegen aus der Videoredaktion betreut, ich bin dafür verantwortlich, dass bei der Produktion alles reibungslos verläuft. Stimmt das Licht? Das Setting? Sitzt das Mikrofon richtig an der Bluse oder am Hemd? Und dann natürlich der Schnitt: Hier kommen Animationen und Agenturmaterial, Infografiken und Fotos dazu, und aus einer langen Bildspur entsteht Schnitt für Schnitt die fertige Kolumne.

Einige Formate, wie die Gesundheitskolumne "Der Nächste bitte" mit Werner Bartens, entstehen in unserem Videostudio im zweiten Stock des SZ-Hochhauses, andere in unserer Nachrichtenzentrale in der 22. Etage. Schließlich wollen wir mit unseren Videos auch möglichst aktuell sein. Wenn es schnell gehen muss, bleibt vom Dreh über den Schnitt bis zur Veröffentlichung manchmal kaum mehr als eine Stunde Zeit.

Die Filme erscheinen dann in der Digitalen Ausgabe, auf SZ.de und immer öfter auch in einer kürzeren Fassung auf Facebook. Hier erreichen wir vor allem junge SZ-Nutzer - und mit einem Kommentar von Heribert Prantl auch mal mehr als eine Million.