Facebook-Karikatur Stellungnahme des Zeichners

In Bezug auf die Karikatur in der Fernausgabe der "Süddeutschen Zeitung" vom 21.02.2014 gibt der Zeichner Burkhard Mohr eine Stellungnahme ab.

In der Fernausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 21.02.2014 wurde, bezugnehmend auf Facebooks Übernahme von Whatsapp, eine Karikatur von einer Datenkrake mit dem Gesicht von Mark Zuckerberg abgedruckt. Nach kurzer Beratung wurde diese Karikatur in der folgenden Ausgabe geändert.

In Anbetracht öffentlicher Reaktionen gibt der Zeichner, Burkhard Mohr, folgende Stellungnahme ab:

"Antisemitismus und Rassismus sind Ideologien, die mir völlig fremd sind. Umso mehr hat es mich erschüttert, dass eine meiner Karikaturen nun in diesem Licht erschienen ist. Wer meine Zeichnungen und mich kennt, weiß, dass es mir fernliegt, Menschen ob ihrer Nationalität, religiösen Einstellung oder Herkunft zu diffamieren. Dass die Karikatur zur WhatsApp-Übernahme durch Facebook, bei der ich eine überspitzte Zeichnung Mark Zuckerbergs in Kombination mit der Krake aus dem Film 'Fluch der Karibik' dargestellt habe, wie eine antijüdische Hetz-Zeichnung aussieht, ist mir nicht aufgefallen. Gemeint war eine karikaturistische Überzeichnung der Firma Facebook jenseits spezifischer Personen, so wie ich es dies dann auch in einer überarbeiteten Karikatur dargestellt habe, die im allergrößten Teil der Auflage der SZ erschienen ist. Mir ging es nicht um Herrn Zuckerberg, sondern um Facebook. Es tut mir sehr leid, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist und ich womöglich die Gefühle von Teilen der Leserschaft mit meiner Zeichnung verletzt habe."