Debatte@SZ Wir freuen uns auf Ihren Beitrag

Im Internet können Sie, liebe Leser, uns näher kommen als je zuvor - jetzt erleichtern wir uns beiden das Gespräch. Künftig können Sie bei Debatte@SZ fast rund um die Uhr debattieren und kurze Beiträge zu Texten schreiben. Die besten werden hervorgehoben.

Von Stefan Plöchinger

So sehen Leserbeiträge aus: Die neue Debatte@SZ

Liebe Leserinnen und Leser,

Journalismus wandelt sich durch das Internet wie selten zuvor. Und damit unser Verhältnis zu Ihnen. Zum Besseren. Das Internet ist nicht einfach ein weiterer Kanal, in den wir unsere Informationen, Thesen und Recherchen hineinstecken und die dann auf wundersame Weise bei Ihnen herauskommen. Es ist ein Kommunikationsraum, ein Netz. Sie kommen uns näher als je zuvor. Das freut uns, und jetzt erleichtern wir uns beiden das Miteinanderreden - mit Debatte@SZ, einem rundumsanierten Dialogangebot.

Süddeutsche.de hatte bisher eine Kommentarfläche unter Artikeln, die zu Recht kritisiert wurde. Unter anderem wurde da die Debatte geschlossen, wenn die Hauptzeit entspannten Diskutierens und Lesens anbrach, ab 20 Uhr abends nämlich und am Wochenende. Da konnten Forentrolle nicht immer konsequent moderiert werden, also jene Provokateure, die wissen, wie sie anderen Diskutanten die Stimmung vermiesen. Da standen elaborierte Leserbriefe unsortiert neben Räuspereien. Viele Leser hatten wenig Spaß, hier zu stöbern, geschweige denn mitzureden.

Wir wollen das ändern.

Erstens haben wir schon vor Längerem die Öffnungszeiten abgeschafft, ohne viel Aufhebens. Wir sind seither fast immer für Sie da. Nur spätnachts, wenn die meisten schlafen, macht die Moderation wie auf allen Nachrichtenseiten üblich eine Pause - schreiben können Sie uns aber trotzdem, das Freischalten dauert dann nur bis zum Morgen.

Zweitens haben wir ein wichtiges Wort geändert. Wir reden nicht mehr von Kommentaren unter den Artikeln. Sondern von Beiträgen unserer Leser zu den Artikeln - weil echte Kommunikation bedingt, dass jeder ein gutes Argument beiträgt. Oft reiben sich bisher einzelne Leser im Kleinklein von Teildebatten auf. Provokationen, Plattheiten und Dahingesagtes überformen schnell die Diskussion. Wir wollen künftig überlegte Gedanken und Argumentationen fördern statt schneller Ausrufe. Wir werden jene Beiträge von Lesern als "Beste Beiträge" hervorheben, die die Debatte weiterbringen, und andere zurückstellen. Um den guten Ton zu wahren, werden wir persönliche Angriffe oder radikale Äußerungen nicht veröffentlichen. Details dazu finden Sie in unserer neuen, vereinfachten Netiquette (zu den Diskussionregeln ...). Wir haben diskutiert, ob wir noch Pseudonyme erlauben sollen. Wir halten sie für sinnvoll - auch weil bei Facebook oder Google Plus, wo Klarnamenpflicht herrscht, keineswegs per se bessere Debatten stattfinden.

Drittens: Wer auf einen Beitrag eines anderen Lesers antworten und eine Detaildiskussion mit diesem führen will, kann ihm künftig eine öffentliche Antwort schreiben - auf einer ausklappbaren zweiten Ebene zum Beitrag. Das gliedert die einzelnen Debattenstränge unter den Artikeln besser.

Viertens veröffentlichen wir ausgewählte Beiträge auch in der Zeitung, im täglichen Forum. Jede Woche erscheint dort und in unserem Meinungsressort auf Süddeutsche.de außerdem die Kolumne "Debatte@SZ". Sie bündelt, was Sie im Netz bewegt hat.

Fünftens haben wir Ihnen schon in den vergangenen Monaten neue, alternative Angebote gemacht, um mit uns in Kontakt zu kommen. Wir teilen Ihnen inzwischen bei vielen Autoren mit, wie Sie sie direkt ansprechen können: Bei manchen reicht ein Klick auf den Autorennamen, um eine Mail zu schreiben; bei einigen schreiben wir einfach den Twitter-Namen ans Ende des Textes (wie in diesem); andere Twitterer finden Sie in dieser Liste; und in unserem Impressum stehen alle Kontaktmöglichkeiten der Online-Redaktion. Sie können jederzeit an @SZ twittern, sich mit der SZ auf Facebook oder Google Plus anfreunden und uns natürlich immer mailen, an wir@sz.de.

Eine Bitte: Wenn Sie Fehler auf unserer Seite finden, nutzen Sie bitte diese Möglichkeiten statt der Beitragsfunktion, denn dafür ist diese nicht gedacht. Wir werden demnächst auch noch ein bequemeres Kontaktformular anbieten.

Kurz, wir wollen uns auf neue Art mit Ihnen vernetzen: auf direkten, vielfältigeren Wegen als bisher. Dieses Angebot ist auch persönlich gemeint. Mich erreichen Sie unter @ploechinger und stefan.ploechinger@sz.de. Schreiben Sie mir, was Sie von unseren Ideen halten. Und natürlich freuen sich das Leserdialog-Team und ich auf Ihre Beiträge zu diesem Text.

Auf ein gutes Gespräch, mit freundlichen Grüßen,

Stefan Plöchinger