Die zentralen Pisa-Ergebnisse sind schon vor der offiziellen Präsentation durchgesickert, doch in dem mehrere hundert Seiten starken Bericht mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften finden sich noch weitere interessante Erkenntnisse. Eine Auswahl.
Besserer Unterricht Deutsche Schüler schneiden in den Naturwissenschaften besser ab als in Lesen und Mathematik. Das deutsche Pisa-Forschungsteam erklärt dies auch damit, dass sich immer mehr Lehrer bemühen, ihren Unterricht anregender zu gestalten - weg vom eintönigen und abstrakten Frontalunterricht. Schon Ende der neunziger Jahre hatten Bund und Länder ein Projekt zur ",Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts", kurz Sinus, gestartet. Ziel von fast 1800 Schulen ist es seitdem, die Schüler zu selbständigem Lernen zu ermuntern, ihren Entdeckergeist zu wecken und die Furcht vor Mathe, Physik und Chemie zu nehmen. Was den Pisa-Experten aber Sorgen bereitet, ist der Lehrermangel gerade in den Naturwissenschaften.
Unterricht in Naturwissenschaften: Gerade hier herrscht Lehrermangel. (© Foto: iStockphoto)
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Kaum Interesse an technischen Berufen Obwohl Politik und Wirtschaft mittlerweile intensiv für naturwissenschaftliche Berufe werben, wissen deutsche Schüler wenig über ihre Möglichkeiten. Auch die vielseitigen Aktivitäten zur Berufsberatung an Schulen kommen offenbar kaum an. Nur 18,4 Prozent der Jugendlichen können sich vorstellen, später einmal einen naturwissenschaftlich orientierten Beruf auszuüben, so die Pisa-Studie. Damit liegt Deutschland unter dem OECD-Durchschnitt. In Staaten wie USA, Kanada oder Portugal liegen die Anteile bei mehr als 37 Prozent.
Viele schlechte Hauptschüler 15,4 Prozent der deutschen Schüler scheitern bereits an simplen Aufgaben in Physik, Chemie oder Biologie. Damit ist Deutschland besser als der OECD-Durchschnitt (19,2 Prozent). Allerdings zeigen sich drastische Unterschiede, sobald man auf die einzelnen Schularten blickt: In der Hauptschule steigt der Anteil der Jugendlichen, die nicht einmal einfache Aufgaben lösen können, auf 39,6 Prozent. An integrierten Gesamtschulen sind es 22,2 Prozent, an Realschulen 5,2 Prozent.
Mädchen rechnen schlechter als Jungen Mädchen lesen zwar besser als Jungen, aber in Mathematik werden sie von ihren Mitschülern immer noch abgehängt. Das trifft auf alle OECD-Staaten zu, allerdings ist der Abstand zwischen den Geschlechtern im Mathematikunterricht nur in Japan und Österreich größer als in Deutschland. In Island, Schweden und Frankreich rechnen Mädchen hingegen fast gleich gut wie Jungen.
Computernutzung 90 Prozent der deuten 15-Jährigen nutzen zu Hause regelmäßig einen Computer. Überdurchschnittlich viele vertreiben sich aber offenbar nur die Zeit mit Computerspielen oder dem Versenden von E-Mails. An deutschen Schulen ist der Einsatz von Computern hingegen noch nicht selbstverständlich. Obwohl deutsche Schulen seit Pisa 2003 besser ausgestattet sind, setzen sie Computer im Vergleich zu den OECD-Staaten am seltensten als Lernwerkzeug ein.
(SZ vom 5.12.2007/bön)
Wettmanipulation im Fußball
Zum Glück ist der Einsatz von Computern an Schulen noch nicht selbstverständlich...
...wenn man sieht was die schöne neue Medien- und Kommunikationswelt aus unseren Kindern gemacht hat...
...z.B. Zuckerkranke, Handy- und Spielsüchtige, Magersüchtige, verfettete Bewegungstrottel (die selbstverständlich nichts dafür können), Sprachgestörte, Amokläufer, Jackasses, Egomanen etc....
...Pisa und die empirische Bildungsforschung werden diesen Trend leider noch verstärken, da sie dafür sorgen, dass das deutsche Bildungssystem in Standardisierungen und Reglementierungen ersticken wird und keinesfalls anregender und lebendiger werden wird...