Niedrige Stundenlöhne

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Die S&F Personal Dienstleistungen mit Niederlassungen in Olpe, Wuppertal, Hagen und Gummersbach leidet wie alle Zeitarbeitsfirmen unter fehlenden Aufträgen in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. In den vergangenen Monaten wurden in keiner anderen Branche so schnell Arbeitsplätze abgebaut. Von den einstmals knapp 800.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Juli vergangenen Jahres dürften bis heute weniger als 500.000 übrig geblieben sein.

Geschäftsführer Bangert weist darauf hin, dass das Unternehmen seine Arbeitskräfte nach Tarif bezahlt. Bei dem Vertrag handelt es sich allerdings um eine Vereinbarung mit einer Tarifgemeinschaft der Christlichen Gewerkschaft. Dabei liegen die Stundenlöhne unter den Sätzen in Verleihfirmen, die mit DGB-Gewerkschaften Verträge abgeschlossen haben. Außerdem gibt es Öffnungsklauseln, die es erlauben, das Entgelt für die Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten um 9,5 Prozent zu senken.

IG-Metall-Mann Keppeler geht es bei seiner Kritik an der Werbeaktion aber noch um viel Grundsätzlicheres: Ihm passt nicht, dass hier mit "aggressiver Werbung" Unternehmen gedrängt werden, ihre eigenen Arbeitskräfte hinauszuwerfen und dafür günstigere Leiharbeiter zu beschäftigen. "Das kann nicht das Wirtschaftsmodell der Zukunft sein."

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  1. Der Mensch als Ware
  2. Sie lesen jetzt Günstige Leiharbeiter statt eigene Mitarbeiter
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(SZ vom 16.5.2009/bön)