Nervös vor dem ersten Bewerbungsgespräch? Nicht nötig, denn es ist gar nicht so schwer, Personalchefs bei Laune zu halten.
Dieser entsetzliche Moment, in dem man merkt, dass man es gerade ganz schlimm verbockt, er hat so viele böse Gesichter. Zum Beispiel dieses: "Ja, und welche unserer englischen Sendungen gefällt Ihnen denn am besten?", fragt die freundliche Personalchefin eines großen Fernsehsenders, bei dem man ganz dringend arbeiten möchte und dessen englischsprachiges Programm man zum Besten zählt, was Fernsehen gerade zu bieten hat. Zumindest hat man das gerade der zehnköpfigen Auswahlkommission erzählt. Gesehen hat man dieses tolle Programm allerdings noch nie.
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Ein anderer böser Moment: Der Personalverantwortliche des großen Autowerks hat gerade gefragt, warum man denn ausgerechnet in seinem Unternehmen tätig werde wolle. Und man hört sich antworten: "In Wolfsburg wohnen meine Kumpels, da würde ich gern bleiben." Das klingt leider nur aus eigener Perspektive nach einer durchaus schlüssigen Antwort.
Nach Gesprächen mit jungen Bewerbern bleiben oft ratlose und auch verärgerte Personalchefs zurück. Trotz des andauernden Booms der Bewerbungsratgeber-Branche machen gerade junge Kandidaten immer die gleichen, vermeidbaren Fehler. Dabei würde es völlig ausreichen, die folgenden Regeln zu berücksichtigen:
Tipp eins: Das Unternehmen kennen.
Personalverantwortliche finden immer, dass es eine großartige Chance für einen jungen Bewerber ist, in seinem wirklich tollen Unternehmen zu arbeiten. Also kommt es gar nicht gut an, wenn man diesen Menschen das Gefühl gibt, einer von vielen zu sein. "Es ist mittlerweile so einfach, sich im Internet über ein Unternehmen zu informieren", sagt Pia Palmu, Leiterin Personalenwicklung bei Ikea Deutschland. Und damit meint sie eben nicht nur die Homepage einer Firma, sondern auch Foren und Berichte in Wirtschaftsmagazinen. Man sollte ganz einfach eine Antwort darauf haben, warum man sich überhaupt bei einem Unternehmen beworben hat - zum Beispiel, weil man im Fernsehen einen spannenden Bericht über dessen Expansionspläne im asiatischen Raum gesehen hat.
Tipp zwei: Keine Standardfloskeln.
"Gerade die jungen Bewerber wollen sich immer wahnsinnig gut verkaufen und verstellen sich dabei total", sagt Claudia Fischer, Personalverantwortliche für kaufmännische Berufe bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. Pia Palmu von Ikea findet besonders die Antworten furchtbar, die offensichtlich aus einem Bewerbungsratgeber heruntergeleiert werden. "Ich bin zielstrebig, gewissenhaft und ehrgeizig - das möchte wirklich keiner mehr hören. Wir wollen die Leute kennenlernen, wie sie wirklich sind", sagt die Personalentwicklerin. Ganz einfach die eigenen Freunde oder die Familie fragen, welche Fähigkeiten sie an einem besonders schätzen. Wer zum Beispiel seit Jahren den Skiurlaub für die Clique organisiert, sollte unbedingt von seinem Organisationstalent berichten.
Auf der nächsten Seite: Auf keinen Fall bluffen, natürlich sein, auf dem Boden bleiben.
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Dieses ganze Bewerbungsratgeber-Gedöns hat immer eines gemeinsam:
sie wissen immer ganz genau, wie man es nicht macht; aber nie, wie man es denn nun richtig macht. Der Grund ist simpel: sobald sie sich auf eine Strategie festlegen, sind sie angreifbar.
Siehe oben: hält man sich an Bewerbungsratgeber - falsch; antwortet man aber aus dem Bauch - auch falsch.
Im Ratgeberjargon nennt man das "Rumeiern".
Vielen Dank allen "Beratern" und alles Gute für Euren weiteren Lebensweg.
Dieser Artikel widerspricht sich selbst.
Beispiel 1:
"Der Personalverantwortliche des großen Autowerks hat gerade gefragt, warum man denn ausgerechnet in seinem Unternehmen tätig werde wolle. Und man hört sich antworten: "In Wolfsburg wohnen meine Kumpels, da würde ich gern bleiben." Das klingt leider nur aus eigener Perspektive nach einer durchaus schlüssigen Antwort."
vs.
"Gerade die jungen Bewerber wollen sich immer wahnsinnig gut verkaufen und verstellen sich dabei total"
In seiner Antwort hat der Bewerber sich nicht verstellt sondern einen plausiblen Grund dafür geliefert warum er in Wolfsburg und nicht in Stuttgart arbeiten will - aber eine verstellte Antwort sei auch falsch. Was jetzt?
Beispiel 2:
"Trotz des andauernden Booms der Bewerbungsratgeber-Branche machen gerade junge Kandidaten immer die gleichen, vermeidbaren Fehler. "
vs.
"Pia Palmu von Ikea findet besonders die Antworten furchtbar, die offensichtlich aus einem Bewerbungsratgeber heruntergeleiert werden. "Ich bin zielstrebig, gewissenhaft und ehrgeizig - das möchte wirklich keiner mehr hören. Wir wollen die Leute kennenlernen, wie sie wirklich sind"
Das widerspricht sich doch alles, und Seite 2 des Artikels habe ich noch überhaupt nicht gelesen.
... Personalverantwortliche wollen keine Standardfloskeln hören!! Warum stellen die dann die immer gleichen dummen STANDARD-FRAGE-FLOSKELN!?
Am Ende zählt doch eh nur ob man sich gegenseitig riechen kann oder nicht! Und ob jemand gut ist oder nicht, fleißig oder faul, dumm oder schlau... stellt sich doch sowieso erst immer hinterher heraus!! Personaler sind auch nur Menschen und haben genausowenig oder genausoviel Menschenkenntnis wie du oder ich.
"Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, daß ein "Sich-Verstellen" meist nicht zielführend ist, weil die subvokalen Signale nicht synchron zum gesprochenen Wort sind. Dies erzeugt einen inhomogenen Eindruck, der vom Gegenüber wahrgenommen, gefühlt werden kann. "
Dem kann man zustimmen !!!!!!!
Wußten Sie nicht? Ich bin das Christkind
lg
Paging