Wie sich der Titel "Master of Business Administration" auszahlt.
Das Gehalt ist gut, aber nicht gut genug? Dann könnte die Investition in einen Master of Business Administration (MBA) helfen. Zwar muss man für keinen akademischen Titel so viel Geld hinblättern wie für den MBA, doch nach Jahren der Zurückhaltung knausernder Arbeitgeber im Konjunkturtief können Absolventen wieder mit ordentlichen Gehaltssprüngen rechnen. Das Geld ist also gut angelegt, wenn man alles richtig macht.
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"Die Gehälter der MBA-Absolventen erreichen Rekordniveau", meldet Nunzio Quacquarelli, einer der Geschäftsführer des Londoner MBA-Messeveranstalters QS Ltd. Der Macher der World MBA Tour ist nicht nur nah dran am Geschehen, er verfügt auch über handfeste Daten. Laut einer weltweiten Umfrage der QS Ltd. unter Rekrutierern können wieder Spitzengehälter erwartet werden. So konnten Absolventen im Jahr 2005 durchschnittlich mit 85.000 US-Dollar rechnen. Vor zehn Jahren waren es noch 20 000 Dollar weniger.
Die schönen Zahlen gelten allerdings in der Regel für US-Absolventen. "Hierzulande ist die Datenlage relativ mau", erklärt Hans-Jürgen Brackmann von der Geschäftsleitung der Akkreditierungsagentur FIBAA. Zumal MBAler nicht massenweise die Wirtschaftswelt bevölkern. Aus Rankings lassen sich aber grobe Größenordnungen ablesen.
Wer einen guten Start hinlegt, kann mit circa 60.000 Euro Einstiegsgehalt rechnen. So liegt das Salär der Gisma-Absolventen in Hannover im Fünfjahresmittel bei 61.000 Euro. Die Handelshochschule Leipzig (HHL) nennt einen Durchschnitt von 59.600 Euro in den vergangenen drei Jahren. "Etwa 40 Prozent jener, deren Jahreseinkommen unter 50.000 Euro lag, wachsen durch einen MBA in die Kategorie 50 000 bis 75.000 Euro hinein", sagt Brackmann. Wer seinen Abschluss in einer Top-Schule abgelegt hat, darf mit circa 100.000 Euro rechnen. Vor allem international aufgestellte Beratungsunternehmen und Investmentbanken zeigen sich großzügig.
"Der Abschluss an einer renommierten Schule zahlt sich aus", bestätigt Katrin Alberts, MBA-Expertin vom Kölner Staufenbiel Institut. Ein Gehaltssprung ist aber nicht bei jedem vorprogrammiert: "In der Regel profitieren Ingenieure und Naturwissenschaftler mehr und Geisteswissenschaftler eher weniger", sagt Alberts. Was damit zusammenhängt, dass ein Germanist, der als Texter in einer Agentur arbeitet, weniger mit seinen neuen Kenntnissen im General Management glänzen kann. "Man sollte vorher klären, ob ein MBA etwas bringt oder nicht", sagt Alberts. Sie rät davon ab, nur den Gehaltszettel im Hinterkopf zu haben.
Für manchen wird sich das Engagement nicht rechnen, denn die Studiengebühren, die 50.000 Euro und mehr betragen können, hat nicht jeder griffbereit unter seinem Kopfkissen lagern. Hilft der Arbeitgeber nicht, muss man ein Darlehen aufnehmen. Bei einem Vollzeitprogramm sollten zwei Jahre ohne Gehalt in die Rechnung eingehen. Wer aber das richtige Erststudium absolviert hat, in der richtigen Branche arbeitet und zu keinem halbseidenen Angebot greift, der hat auch in Deutschland zunehmend bessere Gehaltsaussichten.
Der "Kienbaum High Potentials Studie" zufolge ziehen deutsche Unternehmen den MBA einer Promotion vor. Ein Vorzug, der sich auch künftig auszahlen dürfte. "Entscheidend ist aber, ob sich jemand im Unternehmen durchsetzt", erklärt Brackmann, "und Positionen einnimmt, an denen entsprechende Gehälter hängen."
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(SZ vom 26.2.2007)
Proteste gegen ACTA
Ein Beitrag, der leider nur einen Grund (das Gehalt) fuer ein MBA Studium aufzeigt. Am Ende des Artikels relativieren Sie Ihre Ueberschrift dann jedoch selber. Die Rechnung ist einfach. Ein MBA ist ein Masterstudiengang, d.h. die Studenten haben bereits zuvor ein Studium absolviert. Im Ausland ist das meistens ein Bachelor Degree, in Deutschland wohl ein Diplom-Studiengang. Fuer den MBA wird zudem Management Erfahrung vorausgesetzt, d.h. ihr jetziger Job ist bereits gut bezahlt (Durchschnittsgehalt fuer Studiumsabsolventen mit Berufs/ Management-Erfahrung?!).
Bei einer Studiengebuehr von 50 000 Euro und dem Gehaltsausfall fuer 2 Jahre erwarte ich mir einen Ausgleich fuer diese Kosten u. Muehen innerhalb der naechsten 5 Jahre, wenn nicht sogar eine Belohnung! Daher wohl auch die hohen Gehaelter. Ich haette es viel spannender gefunden, warum MBA Absolventen so interessant fuer die Arbeitgeber sind.
Meiner Meinung nach ist das alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. Die hohen Studiengebuehren sorgen mitunter dafuer, dass die Unternehmen nicht von MBA Absolventen ueberflutet werden...
Der Grund warum Absolventen in hoehere Gehaltsklassen hineinwachsen ist sicher nicht der Titel - aber die Faehigkeiten und Ansaetze die im Studium vermittelt wurden. Es gibt auch Leute, die sich selbiges ohne MBA Studium angeeignet haben.
Viele Gruesse
(ein MBA Student mit etwas holprigem Deutsch)
In Deutschland muss man doch einige Abstriche hinnehmen.
Zunächst die unbezahlten Praktika; die werden aber hoch empfohlen.
Dann die abgesenkten Einstiegsgehälter über einen mittleren Zeitraum. über denen hängt aber schon der Wurstzipfel. Wie vor einem Hund mit kostenintensiven Rutenspezialgestell an dem der Wurstzipfel hängt.
Schließlich erreichen ein paar Kuki's und Miki's dann auch in Deutschland die erwähnten Einkommen. Dann spätestens kommt das Gewäsch der sozialen Gerechtigkeit. Und zu den Steuersätzen dann noch eine verfassungswidrige Zusatzbesteuerung durch geplante Abgaben der privaten Krankenversicherung in den Topf der gesetzlichen; das Subsidiaritätsprizip wird völlig ad absurdum geführt.
Esfolgen dann noch Beschimpfung der Leistungsträger und künftig noch zu regelndes sozialgerechtes Frühableben der Leistungsträger über Lebensarbeitszeitverlängerung, um ja keinen Cent zurückfließen zu lassen.
Das Ganze hat auch einen Namen. Den darf man aber nicht schreiben!
Weshalb im Ausland die Kompetenzen unserer Kinder geschätzt und honoriert werden; still und finanziell anerkennend. Von Wirtschaft und Staat. Verständlich das "und tschüß" oder?