Weil er einen Essensbon für die Kantine seiner Lebensgefährtin schenkte, verlor ein Mann aus Reutlingen seinen Job. Jetzt entschied das Gericht über den Fall.
Ein falsch verwendeter Essensbon im Wert von 80 Cent hat einen Mann seinen Job gekostet - zu Unrecht, wie jetzt die Richter entschieden. Sowohl die fristlose als auch die ordentliche Kündigung seien nicht gerechtfertigt gewesen, hieß es in dem Urteil des Arbeitsgerichts Reutlingen.
Ein Essensbon im Wert von 80 Cent war Grund für die Kündigung eines 35-Jährigen. Das Arbeitsgericht Reutlingen hob die Kündigung jetzt auf. (© Foto: dpa)
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Der 35-Jährige hatte beim Mittagessen in der Kantine ein Essensmärkchen für seine Lebensgefährtin eingelöst. Damit verstieß er gegen eine Dienstanweisung seines Arbeitgebers, wonach die Mitarbeiter die Märkchen nur für ihr eigenes Essen einsetzen dürfen.
Der Sportartikelhersteller aus dem Kreis Reutlingen sah darin einen "erheblichen Vertrags- und Vertrauensverstoß" und kündigte fristlos. Ein letzter Einigungsversuch zwischen dem 35-Jährigen und der Personalchefin des Unternehmens ist noch am Vormittag gescheitert.
Der 35-Jährige, der als Einkäufer für das Unternehmen über einen Millionen-Etat verfügte, war danach arbeitslos und hat vor kurzem eine deutlich schlechter qualifizierte Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma angenommen.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz)
Eurovision Song Contest
Es handelte sich um einen 35-jährigen Einkäufer, der hier von Erima gekündigt wurde!
Es ist ein Factory-Outlet-Center....
Oft passiert das, wenn die Firma einen neuen Einkäufer an der Hand hat, der die Ware aufgrund alter Geschäftsbeziehungen billiger einkaufen kann.
Die Kündigung hatte ganz andere Gründe!
Es ist unglaublich, das sich unsere Gerichte überhaupt mit einem solchen Fall beschäftigen müssen!
Der Arbeitgeber gehört sich abgemahnt!
Aber ganz schön dalli!
Da müßten für solche Arbeitgeber Strafen her! Und zwar hohe Strafzahlungen - denn das was die treiben ist Mobbing!
Die Firma heißt Erima.....
Hab vorher noch nie was von Erima gehört...
Ob da ein Werbefeldzug daintersteckt? Für alle, denen es wie mir geht?
Welch böser Reflex ist es, der den Personalern gebietet, jeden bei der kleinsten "Verfehlung" rauszuwerfen?
Essensbons im Wert von 80 Millionen hätten bestimmt eine Beförderung nach sich gezogen.
Bißchen Polemik muß sein...
Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Wieso nennt die Redaktion nicht den Namen des Unternehmens? Nach Urteilsverkündung sollte dies möglich sein, ohne Konsequenzen wie den Vorwurf der Rufschädigung fürchten zu müssen. Die Namen Zumwinkel und Kachelmann wurden schon ungeschwärzt genannt solange sie nur unter Verdacht standen.
Paging