Um Rücklagen für die Altersversorgung von Beamten zu bilden, darf der Staat ihre Gehälter kürzen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden.
Beamte müssen sich mit Kürzungen ihrer Besoldung zum Aufbau von Rücklagen für ihre Altersversorgung abfinden. Das Bundesverfassungsgericht erklärte eine entsprechende Regelung von 1999 für verfassungsgemäß. Karlsruhe billigte damit die schrittweise Absenkung des Niveaus von Einkommen und Pensionen.
Beamte müssen Einbußen hinnehmen - auch Lehrer sind betroffen. (© Foto: dpa)
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Das Gesetz sei gerechtfertigt und verstoße nicht gegen die Grundsätze des Berufsbeamtentums, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Beschluss.
Der Gesetzgeber habe auf steigende Versorgungslasten wegen höherer Lebenserwartung und einer Zunahme von Frühpensionierungen reagiert. Mit den Kürzungen sollten Rücklagen für die Altersversorgung der Staatsdiener aufgebaut werden (Az: 2 BvR 1673/03 u.a. - Beschluss vom 24. September 2007).
Außerdem müssten auch die Rentner Einbußen hinnehmen. Vor diesem Hintergrund sei es dem Bund erlaubt, "einen gewissen Gleichlauf" mit Kürzungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung vorzunehmen, argumentierte eine Kammer des Zweiten Senats. Die Verfassungsbeschwerden mehrerer Beamter und Pensionäre wurden nicht zur Entscheidung angenommen.
Nach der Reform fallen die regelmäßigen Anhebungen der Beamtenbesoldung geringer aus, um das Niveau um insgesamt drei Prozent zu senken. Daraus wird ein Sondervermögen für die Altersversorgungslasten gebildet.
Zwar räumte das Gericht ein, dass die Beamten wohl stärkere Kürzungen hinnehmen müssten als die Rentner. Die Absenkung ihres Versorgungsniveaus sei aber Teil eines Konzepts, mit dem Renten und Pensionen "systemkonform" behandelt würden. Zudem komme das eingesparte Geld - über Rücklagen für die Altersversorgung - letztlich wieder den Beamten zugute.
(dpa)
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In Zeiten in denen alles, mit Ausnahme der Löhne und Gehälter, steigt ist es doch völlig egal wer wo was arbeitet.
Die Tariffähigkeit garantiert wenigstens in geringem Maße die Chancengleichheit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Deshalb ist es ein Anachronismus, wenn einer Berufsgruppe diese Chancengleichheit vorenthalten wird.
In Frankreich ist es übrigens egal wer was wo arbeitet, da läuft bei einem Generalstreik kein Rad und kein Rädchen mehr.
omg wie ahnungslos man doch sein kann.
du weisst schon dass die tätigkeit von verwaltungsbeamten hauptsächlich an fristen gebunden ist.
kannst du dir einigermaßen vorstellen was dem staat an geldern verloren geht wenn beamte 4 wochen lang streiken würden und die entsprchenden fordungerungen verfristen würden.
wie würde die welt aussehen wenn ein visum zu spät verlängert werden würde und besagte person ohne widerspruchs- und klagemöglichkeit abgeschoben werden würde.
sozialhilfe würde in diesem zeitraum nicht mehr gewährt werden.
ich meine, ich steh auch auf ein bisschen anarchie... aber musst du deinen hang so exzessiv ausleben, du alter punk ^^
Wenn Beamten bei der Polizei und Feuerwehr eingesetzt werden kann ich das verstehen, selbst bei ärzten in Krankenhäusern hätte ich Verständnis dafür. Bei diesen Gruppen fände ich einen Streik zur falschen Zeit reichlich unpassend.
Aber was soll das Beamtentum in Verwaltungen, der Politik, an Unis und Schulen? Wieso gibts eigentlich politische Beamte? Die können jederzeit ausgetauscht werden, das ist theoretisch nicht gerade ein Merkmal um eine Verbeamtung zu rechtfertigen. Ob ein Lehrer ein paar Tage streikt interessiert mich einen Dreck, wenn ein Staatssekretär streikt spart es dem Steuerzahler vermutlich sogar Geld (bei Streik fallen keine Löhne an), wenn das Finanzamt ausser Gefecht ist findet vermutlich eine Party statt.
Aber Hauptsache eine kleine Elite hat ihre Privilegien und muss sich nicht mit dem Pöbel der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherungen auf eine Stufe stellen. Solidarität ist was für "die anderen", wozu hat man die PKV und Pensionen.
@ kurt, aber halt leider auch nicht praktikabel
" Das ist doch mindestens gedankenlos. Wer fürs Vaterland bedingungslos sein Leben einsetzt.... "
Nein, das ist Mut und Liebe zu einer Regierungsform (Demokratie).
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