Jungen sind im Durchschnitt eine Schulnote schlechter als Mädchen. Ist eine Geschlechtertrennung im Unterricht sinnvoll?
Die Jungen gehören zu den Sorgenkindern des deutschen Bildungssystems. Das hat eine Studie jetzt wieder bestätigt. Zwar haben in der Berufswelt immer noch die Männer das Sagen, aber in der Schule schneiden Jungen schlechter ab als Mädchen.
Lehrer müssen das Interesse der Schüler wecken. (© Foto: AP)
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Seit Pisa jammern alle, dass männliche Schüler mehr Unterstützung brauchen: mehr Jungenprojekte, mehr Lese- und Schreibförderung, mehr männliche Erzieher und Lehrer.
Während am ,,Girls Day'' Tausende Mädchen in Männerberufe schnuppern, suchen ihre Klassenkameraden inzwischen ,,Neue Wege für Jungs''. Immer mehr Schulen stellen zudem auf getrennten Unterricht um - in der Hoffnung, Kaspereien und Machogehabe der Jungen gingen ohne weibliche Ablenkung zurück.
Tatsächlich tun sich Jungs schwerer mit dem gestiegenen Leistungsdruck in der Schule, denn sie sind häufig unkonzentrierter und unangepasster als Mädchen, mimen in der Klasse immer noch gerne den starken Kerl.
Doch so hilfreich alle Initiativen für die lange übersehenen Jungen sein mögen, am eigentlichen Problem gehen sie vorbei: Die Schule muss sich endlich auf die veränderten Lebenswelten aller Kinder einstellen. Sie brauchen unkonventionelle Vorbilder: in der Familie, im Bekanntenkreis, in der Arbeitswelt, aber eben auch in der Schule. Ihre Aufgabe ist es, die alten Rollenmuster gemeinsam mit den Kindern immer wieder in Frage zu stellen.
Vor allem aber muss der Lernstoff auf das unmittelbare Lebensumfeld der Kinder abgestimmt sein, damit es dem Lehrer gelingt, das Interesse der Schüler zu wecken. Ein guter Unterricht hat beide Geschlechter im Blick. Egal, ob sie getrennt oder gemeinsam im Klassenzimmer sitzen.
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(SZ vom 8.8.2007)
Moderne Verwaltung
.... dass das Thema etwas ausgeufert ist ? Liebe Diskussionspartner und Partnerinnen , es lohnt sich nicht weiter zu schreiben, den es ändert sich wie bereits gesagt sowieso nichts.
Wenn die Arbeit keine Männer mehr machen und die Frauen auch nicht , dann gib´s ne´ Greencard für Hunde.
So denkt dieser Staat / Berlin nun mal. Und so kann man sich nur anpassen und den Besten Weg für sich finden. Ich zumindest habe ihn gefunden. (Siehe einige Kommentare weiter vorn.)
Kein Problem.
Meinetwegen sind meine Aussagen ganz falsch.
Nur was ist richtig?
Wer arbeitet, wenn es die Männer nicht mehr tun?
Auf die gedruckte SZ beispielsweise müssten Sie dann verzichten. Oder glauben Sie wirklich Frauen sind dort zu finden, wo richtig gearbeitet wird?
Wobei das noch der geringste Verlust wäre.
Viel schlimmer wäre wohl, dass Sie dann verhungern.
Oder glauben Sie wirklich, Frauen würden das Feld bestellen, das Korn ernten, dreschen, mahlen? Das Brot backen?
Und ...
Es ließen sich hier (das wissen Sie doch selbst) nahezu alle Wertschöfpungsketten aufzählen, der Anteil der Frauen ist nie größer als 20%.
Also, wer druckt die SZ, wenn es die Männer nicht mehr tun?
Ich finde die Arte der Frauenbewegung ihren Standpunkt zu vermitteln teilweise auch Männerfeindlich und wollte nur daran appellieren, dass wir Männer es nicht nötig haben auf gleicher weise den Frauen zu entgegnen.(So wie "die Frauen" es nicht nötig hätten den Männern entgegen abwertende Kommentare zu äußern.) Wir sind alle nur Menschen und machen alle Fehler.
Wenn sie jedoch meine ersten Kommentar gelesen hätten, falls Sie ihn nicht finden sollten, es ist der erste überhaupt zu diesem Thema, währe Ihnen sicher aufgefallen, dass es mir nur darum ging.
Ich weiß nicht, wer die Arbeit von Morgen verrichten wird. Aber ich glaube, wenn jemand mit seiner Leistung nur heiße Luft erzeugt, so scheint mir dieses weder für heute, noch für morgen, ein guter Weg zu sein.
Eine solche Diskussion ist natürlich zu erwarten, wenn man die Leistungen von Jungs und Mädels statistisch auswertet. Wann kommt denn eine Statistik "Schuleistung nach Haarfarbe" o.ä.?
Wir sollten endlich wegkommen von diesen Klischees und Kinder und Jugendliche als Individuen betrachten. Es gibt auch Mädchen, die sich in dem Pausen auf dem Schulhof prügeln und Jungs, die den Deutschlehrer volllabern -salopp formuliert. Soll das Prügel-Mädchen dann auf eine Schule für Jungen?! Ich denke, eine Geschlechter-Trennung ist nicht nötig, vielmehr eine intensivere Förderung von "Problemfällen" wie gewalttätigen Kindern und Klassenclowns. Spätestens im Berufsleben müssen Männer und Frauen auch miteinander klarkommen.
@UweStucken: Sie meinen das doch nicht ernst, dass Frauen zu dumm und zu faul zum Arbeiten seien?! Eine solche Aussage zeugt -mit Verlaub- auch nicht gerade von Intelligenz, Frau UweStucken ;-)
Man muss auch die soziale Komponente der Schule betrachten: Schließlich werden besonders dort soziale Interaktionen und Kompetenzen geübt, die später entscheidend sein können. In diesem später wird es auch nicht mehr möglich sein, jeden in Watte zu bauschen, dann muss der Betreffende auch mit unterschiedlichsten Verhandlungspartnern, Chefs, Kollegen und nicht zuletzt privaten Kontakten zurechtkommen.
Es wäre viel eher sinnvoll, die Schüler in Gruppen aufzuteilen, die sich am jeweiligen Leistungsvermögen orientieren, wobei ein fließender übergang bei sich verbessernden Leistungen jederzeit, und ich betone "jederzeit", möglich sein muss, so dass die Motivation dauerhaft erhalten bleibt. Das jetzige System, die weitere Laufbahn bereits in der vierten Klasse endgültig zu bestimmen, ist eine Katastrophe: Jemand der einmal auf dem "Abstellgleis" gelandet ist, findet nicht mehr hinaus.
Außerdem könnte man Schwerpunktsetzungen einführen, in denen zwar nicht individuell, aber doch den Begabungen entsprechend gefördert wird. Einteilen kann man in mathematisch-technischen, sprachlichen, sozialwissenschaftlichen (Recht, Wirtschaft, Politik etc.) und naturwissenschaftlichen (Chemie, Physik, Biologie etc.) Bereich, was nur einen Vorschlag darstellt, der sicherlich noch in den Details überarbeitet werden müsste.
Es ist nämlich erwiesen, dass männliches und weibliches Denken schon in ihren biologischen Voraussetzungen unterschiedlich sind (Lateralisierung der Hemisphären ist in unterschiedlichen Regionen verstärkt ausgeprägt). Indem man Schwerpunkte setzen lässt, könnte man die Talente zwar nicht individuell fördern, ihnen aber den Anstoß in die richtige Richtung geben. Mehr kann man meiner Meinung nach auch nicht tun.
Paging