Auch war die Hansestadt nie so innig mit ihren Studenten verbunden wie Heidelberg, Freiburg oder München. Aber der Campus hat seine Geschichte, vor allem aus 68er-Zeiten. Durch ihn war Eimsbüttel lange eins der lebendigsten Viertel. Das Leben in Restaurants wie dem Arkadasch oder rund ums Abaton-Kino am Campus haben Studentengenerationen geprägt. Schon regt sich im Quartier Widerstand, obwohl sich für die Flächen der Universität gewiss schnell Interessenten finden würden.

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An den Stadtteil denken

"Wir müssen auch an den Stadtteil denken", sagt der CDU-Hochschulpolitiker Wolfgang Beuß, der aus dem Viertel kommt. Die GAL-Politikerin Eva Gümbel mahnt, in Ruhe nachzudenken und alle Optionen zu prüfen.

Auch sie sieht dringenden Handlungsbedarf, weist aber auf die klamme Finanzlage Hamburgs hin. Mindestens eine Milliarde Euro könnte der Neubau am Hafen kosten, lautet die grobe Schätzung von Senatorin Gundelach.

Für die Studentenvertretung an der Uni wie auch die Hochschulrektorin steht fest, dass eine kleine Sanierung nicht ausreicht. Auch wenn man auf dem Campus bleibe, müsse vieles grundsätzlich neu gebaut werden.

Während der Führung bleibt Auweter-Kurtz für einen Augenblick auf dem Campus stehen und zeigt auf einige Gebäude: "Die müssten weg, dort müsste alles neu gemacht werden." Sie wünscht eine "Generalentscheidung" und warnt doch: Es dürfe nicht der Bau am Hafen beschlossen werden, "und dann passiert zehn Jahre nichts."

Auch die Senatorin glaubt kaum, dass eine reine Sanierung ausreicht. Mit einer Richtungsentscheidung sei aber, sagt sie, nicht vor nächstem Frühjahr zu rechnen.

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(SZ vom 17.07.2008/mei)