Getrickst wird nicht nur auf der Toilette

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In Mainz werden seit dem Wintersemester 2004/05 viele Klausuren an Computern geschrieben. Diese elektronischen Prüfungen erfordern besondere Sicherheitsvorkehrungen, erläutert Günter Wetter vom Zentrum für Datenverarbeitung. So ist etwa der Internetzugang blockiert. "Am Anfang gab es ein paar Fälle", erinnert er sich. Jemand habe versucht, sich in das System einzuhacken. Doch das habe anhand der IP-Adresse erkannt, von welchem Computer die Antworten kamen. "In dem Fall war das ein Telekom-Anschluss von außerhalb."

Auch an der Universität Koblenz-Landau gibt es elektronische Klausuren - und technische Sicherungen. Prüfungen werden auf einem bestimmten Betriebssystem geschrieben. "Das ist so abgespeckt, dass USB-Sticks nicht erkannt werden", erklärt Peter Ferdinand vom Institut für Wissensmedien. "Und es gibt Aufsichtspasswörter, die erst im Klausurraum bekanntgegeben werden." Absolut sicher könne ein System zwar nie sein, doch den meisten werde Schummeln so verleidet.

Neben all diesen Techniktricks sind auch traditionelle Methoden noch aktuell. "Wenn, dann ist es der Klassiker, die Notiz auf der Hand oder der Spickzettel", sagt Römer. Und von Zeit zu Zeit würden Studenten beim Nachschlagen auf der Toilette erwischt. Diese Taktik kennt auch Britta Feyerabend, die wie Wacker Dozentin an der Universität in Mainz ist: "Ich merke bei mancher Klausur, dass der Harndrang erhöht ist."

Gänzlich zu verteufeln sind Spicker aber nicht - schließlich hat das stichwortartige Aufschreiben durchaus einen Lerneffekt. Studenten sollten ihn danach nur besser nicht benutzen.

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  1. Schummel-Alarm in der Prüfung
  2. Sie lesen jetzt Elektronische Klausuren im Trend
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(dpa/Christian Schultz/akh/gf)