Studenten sind Familie und Partnerschaft wichtiger als die berufliche Karriere. Das ist das Ergebnis einer Umfrage eines Studentenmagazins.

Das private Glück ist für Studenten heute wichtiger als die berufliche Karriere. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Hochschul- Informationssystems (HIS) in Zusammenarbeit mit dem Magazin Zeit Campus.

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Familie und Partnerschaft wollen sich 72 Prozent der befragten Studenten widmen. (© Foto: dpa)

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Die berufsbezogenen Ziele schätzten die Studierenden weniger wichtiger ein als bei einer ähnlichen HIS-Studie vor fünf Jahren. Während damals 57 Prozent eine leitende Funktion anstrebten, waren es jetzt nur noch 47 Prozent. 2002 strebten noch 67 Prozent eine leitende Funktion an. Das Ziel, sich Familie und Partnerschaft zu widmen, erfuhr dagegen einen Zuwachs um fünf Prozentpunkte auf 72 Prozent.

Laut der repräsentativen Befragung ist zudem mit 64 Prozent der weitaus größte Teil mit seinem Leben sehr zufrieden. Das mag an der positiven Einschätzung der Berufsaussichten liegen: 71 Prozent der Befragten bewerten ihre Berufsaussichten inzwischen als gut oder sehr gut. Bei einer Umfrage vor zwei Jahren seien es nur 53 Prozent gewesen.

Auf Karriere setzen vor allem Studenten der Wirtschaftswissenschaften, von denen 68 Prozent eine leitende Funktion anstreben. Partnerschaft und Familie sind dagegen besonders Lehramtsstudenten wichtig (80 Prozent).

Gesellschaftliches und besonders politisches Engagement wollen dagegen immer weniger Studenten zeigen. Während bei der vorherigen Befragung 63 Prozent das Ziel hatten, "sich für andere Menschen einzusetzen", waren es jetzt nur noch 56 Prozent. Das Interesse, sich stark oder sehr stark politisch zu engagieren, sank von knapp einem Viertel auf 14 Prozent. Überhaupt nicht politisch engagieren wollen sich 62 Prozent. An der Umfrage beteiligten sich im April und Mai dieses Jahres rund 6000 Studenten.

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(dpa/AP/cag)