Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Jeder dritte Deutsche hält Arbeit für wichtiger als Freizeit.

Für jeden dritten Deutschen spielt die Arbeit im Leben eine wichtigere Rolle als die Freizeit. 34 Prozent der deutschen Teilnehmer einer internationalen Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) seien dieser Meinung, hieß es am Freitag.

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Immerhin räume aber noch jeder vierte Bundesbürger der Freizeit einen höheren Stellenwert ein als seinem Beruf. 39 Prozent sind auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit bedacht. Für die Studie hatte die GfK im Auftrag des Wall Street Journal Europe in diesem Frühjahr rund 22.000 Menschen in 21 Ländern befragt.

Heimwerken oder Essen gehen

Quer durch alle Nationen ist die Entspannung zu Hause bei Fernsehen, Musik und Lesestoff mit Abstand die Nummer eins bei den Freizeitaktivitäten. In Deutschland sagten dies 70 Prozent auf die Frage nach den liebsten Freizeitbeschäftigungen, bei der Mehrfachnennungen möglich waren.

Bei den Bundesbürgern haben mit jeweils 38 Prozent Heimwerken und Gartenarbeit den gleichen Stellenwert wie der Besuch einer Gaststätte oder eines Restaurants.

Sport und Kino folgen gleichauf mit je 25 Prozent. Nur gut jeder siebte Deutsche besucht gerne eine kulturelle Veranstaltung.

Lockere Briten

Die Gewichtung von Arbeit und Freizeit variiert in den verschiedenen Ländern jedoch sehr stark. So hat bei zwei Drittel der Türken und Portugiesen der Beruf oberste Priorität. Die Briten sehen das viel lockerer. Mit 32 Prozent sind sie das Volk mit dem höchsten Anteil derer, denen die Freizeit wichtiger ist als der Beruf.

Unabhängig von der Nationalität der Befragten förderte die Studie auch geschlechtsspezifische Unterschiede zu Tage. So misst etwa die Hälfte der Männer ihrem Job mehr Gewicht bei als der Freizeit. Bei den Frauen liegt dieser Anteil dagegen nur bei rund 40 Prozent.

(sueddeutsche.de/dpa)

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