Typologie der Kantinen-Esser"Ich muss dann auch schon wieder los"

Wer seine Mittagspause mit Kollegen in der Kantine verbringt, erlebt so einiges. Manch eine Essgewohnheit sagt mehr über den Arbeitnehmer aus, als ihm lieb ist. Eine Typologie.

Typologie der Kantinen-Esser – Die Salat-Streber

Daran erkennt man sie: Egal wie das Tagesangebot aussieht - diese Spezies steuert in jeder Mittagspause auf die Salatbar zu. Grüner Salat, ein paar Tomaten, geraspelte Karotten - und vielleicht noch mal ein paar Stücke Feta-Käse oder eingelegte Oliven. Hauptsache, Vitamine. Auf die Theke mit den Eintopfgerichten oder die Dessertauswahl werfen sie keinen Blick. Und die Bratwurst - viel zu fett für ein Mittagessen! Sie wollen ja schließlich so energiegeladen und frisch wie ein knackiges Salatblatt an ihren Schreibtisch zurückkehren. Gerne sind die Salat-Streber auch Vegetarier oder Veganer, die sich mindestens einmal am Tag darüber beschweren, dass es in der Kantine ja wirklich überhaupt nichts Vernünftiges zu essen gibt.

Was Sie bei einem Essen mit dieser Spezies beachten müssen: Wer mit Heißhunger in die Kantine geht und dort mit einem Salat-Streber verabredet ist, sollte eine gehörige Portion Selbstvertrauen mitbringen. Sonst ist die Gefahr groß, beim Anblick der bunten Salatpracht auf dem gegenüberliegenden Teller vom schlechten Gewissen übermannt zu werden, weil man selbst schon wieder die Pizza zur Kasse getragen hat. Und die schmeckt dann auch nicht mehr. Deshalb: Am besten Augenkontakt halten und den Salatteller ignorieren - oder sich selbst in die Schlange an der Salatbar einreihen.

Bild: dpa 29. April 2013, 12:032013-04-29 12:03:56 © sueddeutsche.de/mri/bgr