Guter Rat ist teuer - für einen Personalrat aus Mainz gleich doppelt. Weil er aus dem Büro kostenpflichtige Astro-Hotlines anrief, wurde er entlassen. Jetzt ging der Fall vor Gericht.
Anrufe vom Diensttelefon bei kostenpflichtigen 0900-Nummern können selbst einem Mitglied des Personalrats den Job kosten. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil (Aktenzeichen: 5 K 1390/09.MZ) des Mainzer Verwaltungsgerichts hervor. Der betroffene Arbeitnehmervertreter hatte über mehrere Monate Astro-Hotlines, Kartenleger und ähnliche Dienste angerufen und dadurch Telefonkosten von mehr als 1.500 Euro verursacht.
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Wer vom Büro aus kostenpflichtige Hotlines anruft, darf entlassen werden. (© Foto: dpa)
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Private Schicksalsschläge
Um sich zu tarnen, benutzte der Mann nach Angaben des Gerichts die Telefone anderer Bediensteter. Da der Personalrat in der Behörde auch für die Rechnungskontrolle zuständig war, war er in der Lage, einen Teil der Telefonkosten von Konten des Arbeitgebers zu begleichen.
Als der Vorfall ans Licht kam und das Personalratsmitglied außerordentlich gekündigt werden sollte, verweigerte die Arbeitnehmervertretung die Zustimmung.
Der Personalrat erklärte, das fragliche Mitglied des Gremiums sei aufgrund privater Schicksalsschläge und Belastungen überfordert gewesen. Daher habe der Betroffene Zuspruch bei den Service-Hotlines gesucht. Das Mainzer Gericht ersetzte nun die erforderliche Zustimmung des Personalrats per Urteil. Die Richter erklärten, dem Arbeitgeber sei die Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses nicht mehr zumutbar. Der fragliche Mitarbeiter habe öffentliche Gelder veruntreut und das Vertrauensverhältnis vollständig zerstört. Das Personalratsmitglied sei auch trotz der geltend gemachten psychischen Ausnahmesituation in der Lage gewesen, sein Verhalten zielstrebig zu steuern und zu verschleiern.
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(sueddeutsche.de/dpa/APD/holz)
Sorgerechtsverfahren in der Kritik
Aber Hallo - das geht gar nicht!
Da hätte ich - ja sogar ich - die Abmahnung und bei Wiederholung die Kündigung gezückt!!!!
Dieser Personalrat kannte keine Grenzen!
Meine Güte, das ist so eindeutig wie das Amen in der Kirche! Wer im Nachhinein an Konten manipuliert, der ist auf keinen Fall überfordert. Gute Gerichtsentscheidung!
Es ist ungeheuerlich, dass dieser Mensch die Telefone von Kollegen benutzt und billigend in Kauf nimmt, dass diese deshalb ihren Job verlieren.
Die Rechtmäßigkeit der fristlosen Kündigung steht in diesem Fall völlig außer Frage und eigentlich hätten ihm seine Personalratskollegen eher noch einen Tritt in den Allerwertesten geben und sich nicht auch noch schützend vor ihn stellen sollen.
Pfui Teufel, Leute gibts.......
"Der Personalrat erklärte, das fragliche Mitglied des Gremiums sei aufgrund privater Schicksalsschläge und Belastungen überfordert gewesen. Daher habe der Betroffene Zuspruch bei den Service-Hotlines gesucht."
Ich finde es schade, wenn eine wichtige Institution ihre Macht auf so widerliche Art zu missbrauchen um einen Amigo zu schützen. Pfui!
zitat:
"Der Personalrat erklärte, das fragliche Mitglied des Gremiums sei aufgrund privater Schicksalsschläge und Belastungen überfordert gewesen."
demzufolge dienen sowohl sex- als auch astro-hotlines der vorbeugung gegen depressionen???
Paging