Für viele Studienanfänger ist der neue Lebensabschnitt an der Universität ein kleiner Schock: Das Studium muss selbst organisiert werden.
"Das Studium zu organisieren war am Anfang sehr schwer", meint Susanne Martens, 20-jährige Politikstudentin im ersten Semester.
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Für viele Studienanfänger ist der neue Lebensabschnitt an der Universität ein kleiner Schock. "Manche kommen mit dem Maß an Freiheit einfach nicht zurecht", weiß Peter Grottian, Politik-Professor am Berliner Otto-Suhr-Institut aus vielen Gesprächen.
Auch Christl Blank, Studienberaterin in Mainz, ist der Ansicht, dass Politikstudenten in der ersten zwei Semestern mit den Strukturen an der Universität und der Organisation ihres Studiums oft schlichtweg überfordert seien. Sie hat den Eindruck, dass die Erstsemester "Angst haben, etwas falsch zu machen".
Allerdings ist das kein reines Problem des Politikstudiums. In allen Sozialwissenschaften wird Wert darauf gelegt, dass sich die Studenten ihr Studium selbst organisieren. Um Startprobleme zu vermeiden, rät Peter Grottian deshalb: "Nutzen Sie auf jeden Fall Erstsemesterberatungen!"
Im Mittelpunkt der Kritik der Studenten stehen die Studieninhalte des Fachs: Zu trocken, nicht berufsvorbereitend und ohne aktuellen Bezug.
Doch das Problem liegt nicht allein in veralteten Studienordnungen: "Die Erwartungen sind oft zu verschieden", sagt Andreas Jacobs, Berater und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln, "Wir machen Wissenschaft und die Studenten wollen aktiv Politik machen." Das ist seiner Ansicht der Hauptgrund für viele Enttäuschungen zum Studienanfang, denn "was man nicht lernt, ist Politiker zu werden."
Verkehrssünderdatei in Flensburg