In vielen Hörsälen dürfte es durch den doppelten Abiturjahrgang bald voller denn je werden. Die Unis in Ostdeutschland haben noch Platz - doch Studenten aus dem Westen sind skeptisch.
Wo soll ich studieren? Diese Frage bereitet Schulabgängern jedes Jahr Kopfzerbrechen. Die Antwort fällt oft aber überraschend eintönig aus: vor der eigenen Haustür. Gerade im Westen bleiben die meisten Studenten (96 Prozent) dort, wo sie ihre Schule abgeschlossen haben, wie das Deutsche Studentenwerk (DSW) ermittelt hat. Nur wenige gehen zum Studieren in die neuen Bundesländer. Dabei kann das durchaus Vorteile haben.
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Zum Studium nach Frankfurt an der Oder? Bisher ziehen Hochschulen wie die Viadrina Universität nur wenige westdeutsche Schulabgänger an. (© dpa)
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"Es gibt bei uns generell eine West-Orientierung", sagt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde in Berlin. "Die meisten Studienanfänger aus dem Westen bleiben im Westen, und Studienanfänger aus dem Osten gehen häufig in den Westen." Das bestätigt eine Studie des Hochschul-Informationssystems (HIS) in Hannover. Demnach nutzen bislang nur wenige Westdeutsche die Chance, in den Osten zu wechseln: Das haben im Wintersemester 2007/08 nur 4,4 Prozent der Studienanfänger getan, die ihre Hochschulreife in den alten Bundesländern erworben hatten.
Dabei gibt es Ausnahmen - einige Hochschulen in Ostdeutschland sind bei Schulabgängern aus dem Westen schon seit einiger Zeit gefragt, wie Meyer auf der Heyde ergänzt. Dazu gehörten Unis in Berlin und Potsdam. Aber auch Städte wie Leipzig und Dresden bekommen Zulauf durch westdeutsche Studienanfänger.
Viele andere Hochschulstandorte im Osten können bislang kaum junge Menschen aus dem Westen locken. Denn für viele von ihnen haben die ostdeutschen Studienorte ein schlechtes Image, wie eine Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh ergeben hat. Ein Großteil der studieninteressierten Westdeutschen kann sich daher kaum vorstellen, im Osten zu studieren: 69,6 Prozent halten das für eher unwahrscheinlich, wenn es um ihre Ausbildungspläne geht.
Wer allerdings für ein Studium in den Osten geht, kann von einigen Vorteilen profitieren. "Es gibt zum Teil bessere Studienbedingungen", erklärt Meyer auf der Heyde. So sei zum Beispiel das Betreuungsverhältnis besser, da auf eine Lehrkraft weniger Studenten kämen als an westdeutschen Hochschulen. "Dadurch ist der Kontakt zu den Lehrenden meist intensiver und der Umgang persönlicher." Ständig verschlossene Türen oder völlig überlastete Professoren und Mitarbeiter seien seltener.
Janine Artist von der Hochschulinitiative Neue Bundesländer in Berlin hebt weitere Pluspunkte hervor: "Die Hochschulen in den neuen Bundesländern sind sehr gut ausgestattet." Nach der Wende sei viel in sie investiert worden - weswegen heute unter anderem die Bibliotheken bestens bestückt seien. Außerdem gebe es viele Laborplätze und gute Arbeitsplätze mit Computern. "Die Lernbedingungen sind damit insgesamt sehr gut."
Hinzu komme, dass die Lebenshaltungskosten oft niedriger als beim Studium in westdeutschen Ländern seien, ergänzt Artist. "Keines der neuen Bundesländer erhebt allgemeine Studiengebühren, weswegen es diese Belastung nicht gibt." Positiv sei auch, dass die Miete vielerorts geringer als in den Studienorten im Westen ausfällt. Meyer auf der Heyde ist sich daher sicher, dass die ostdeutschen Hochschulen demnächst mehr Zulauf aus dem Westen haben werden. Denn inzwischen spreche es sich herum, wie attraktiv die Standorte in den neuen Bundesländern sind.
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(sueddeutsche.de/dpa/Aliki Nassoufis/holz)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
http://money.de.msn.com/aktien/bilder.aspx?cp-documentid=157011741
Die Wahl der UNI entscheidet also nicht selten bei den unzähligen Bewerbungen für einen interessanten und gutbezahlten Job.
Erhöhen Sie deshalb ihre Chancen durch ein Studium bei einer der Lieblingsuni´s der Personaler.
Auch mit noch so vielen Hunderten von Milliarden bleibt die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland auf hohem Niveau und vernichtet die Hoffnungen auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz nach Abschluss des Studiums.
Die gesparten Studiengebühren kann man nach Abschluss des Studiums (oder auch schon vorher) sinnvoll für eine Bahnkarte gen Westen verwenden.
Lepziger Volkszeitung vom 12.05.2011-
Der Masterplan für Sachsens Hochschulen sieht einen Stellenabbau von 1000 Lehrkräften vor.
So passt man sich in weiser Voraussicht den zu erwartenden Studenten an.
Leider sind Sie im "Osten" nach wie vor der "arrogante Wessi", was Sie auch durchaus mal immer so zu hören bekommen, wenn Sie etwas sagen, was nicht der allgemeinen "Volksmeinung" entspricht.
Sie werden auch heute noch von Teilen der Bevölkerung nach wie vor kritisch beäugt, weil sie aus dem "Westen" kommen, sind nach wie vor eine Besonderheit.
Und leider ist das Verhalten gegenüber sichtbaren Fremden wirklich nicht immer toll.
Einige Kommilitonen von mir haben die Stadt mitten im Studium verlassen, mit allem Aufwand, den so ein Studienfachwechsel nach sich zieht. Nicht, weil das Studium so schlecht war. Ganz im Gegenteil. Sie sind gegangen, weil sie abends kaum auf die Straße gehen konnten, ohne angepöbelt zu werden.
DigiFan, Sie haben mit Ihrer Feststellung voll ins Schwarze getroffen. Die wahre Ursache für den Leerstand an den Ost-Uni´s:
Fremdenfeindlichkeit in einem Land ohne Fremde - Der Bumerang-Effekt.
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