Wer einen Studienkredit aufnimmt, ist bei staatlichen Banken gut aufgehoben - es sei denn, er ist besonders fleißig.
Wenn spätestens im Oktober die Studenten wieder in die Unis strömen, ist neben den neuen Vorlesungen und Seminaren auch ein anderes Thema wichtig: das Geld, mit dem man sein Studium finanzieren kann.
Studenten im Hörsaal: Für die Studienfinanzierung bleibt manchem nur der Ausweg, Geld bei einer Bank zu leihen. (© Foto: dpa)
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Seit Einführung der Studiengebühren ab 2006 reichen die gewöhnlichen Geldquellen wie Taschengeld, Bafög oder ein Stipendium immer seltener aus. Zudem fehlt vielen Studenten im neuen, verschulteren Bachelor-System schlichtweg die Zeit, nebenher zu jobben.
Da bleibt manchem nur der Ausweg, Geld bei einer Bank zu leihen. Studienkredite haben sich zu einer festen Größe im Finanzierungsplan der Studenten entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden über 110.000 Studienkredite für Lebenshaltungskosten und Studiengebühren vergeben, ermittelte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).
Leistungsnachweise und Bürgschaften
Die Auswahl an Krediten ist groß: Geld bis insgesamt 54.600 Euro gibt es von privaten und staatlichen Banken; sie unterscheiden zwischen Darlehen für die gesamte Lebenshaltung, für die Studiengebühren oder für das Examen. Neben dem Immatrikulationsnachweis verlangen manche Banken auch Leistungsnachweise oder Einnahmen- und Ausgabenrechnungen. Die wenigsten Anbieter bestehen dagegen auf einer Bürgschaft. Experten raten dazu, vor allem auf die Aus- und Einzahlungszinssätze sowie die Konditionen für Beginn und Dauer der Rückzahlungen zu achten: "Wer nach dem Studium nicht sofort einen Job findet, kann durch enge Karrenzzeiten insolvent werden", warnt Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Das Magazin Finanztest der Stiftung Warentest hat nun die Angebote von 64 Banken untersucht. So ist für ein Darlehen von 18.000 Euro, das über fünf Jahre in Höhe von monatlich 300 Euro ausgezahlt wird, der Zinssatz bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit 6,4 Prozent am günstigsten. Dort hat man bis maximal zwei Jahre nach Studienende Zeit, mit der Tilgung zu beginnen. Zudem kann der Student den gesamten Kredit über bis zu 25 Jahre abstottern. Alle anderen Banken wollen ihr verliehenes Geld schneller zurück; sie belohnen zügige Rückzahlung.
Wer sein Geld innerhalb von sechs oder acht Jahren nach Studienende zurückzahlt, bekommt bei der DKB-Bank oder der PSD Rhein Ruhr mit 4,8 beziehungsweise 5,1 Prozent Zinsen bessere Konditionen. Laut Finanztest haben die Banken die Zinsen im Vergleich zum Vorjahr kaum angehoben, jedoch lasse die Beratung zum Teil zu wünschen übrig. Außerdem sei es oftmals problematisch, Auslandsaufenthalte über Studienkredite zu finanzieren.
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Christopher Lee zum 90.
jetzt haben sie es endlich geschafft, dass das studium völlig ökonomisiert wurde und die banken entdecken eine neue zielgruppe und dürfen von nun an geld an den studenten verdienen. ist das nicht prächtig? welcher student träumt nicht davon, wie im angelsächsichem raum, sich beim studium zu verschulden und nichtmal zu wissen, ob das studium gepackt wird oder ob später überhaupt ein job gefunden wird.
bei meiner bafög-antrag-ablehnung dieses jahr lagen drei prospekte über studentenkredite bei. na wenigstens haben die ämter jetzt sogar nichtmal ein schlechtes gewissen bei der bafög-absage und tragen ein stück zum soliden deutschen bankensystem bei. prost...
Ich habe heute mein Finanzbedarf für das Studium ausgerechnet, auf http://www.studienkredit.de gibts ein Finanzbedarfcheck, und habe festgestellt , das meine Kosten etwa bei 760 euro liegen. Ich konnte zwar die Kredite vergleichen, und Bafög nehme ich schon in Anspruch. Bevor ich mich aber für einen Kredit entscheide möchte ich nur wissen, gibt es noch die Möglichkeit, dass die Studiengebühren weggeschaffen werden?