Beamer im Hörsaal

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Dass dem Beispiel andere Bundesländer folgen, daran glauben aber nur wenige. Viele Studenten setzen sich stattdessen, wie Franz Bozsak, für den sinnvollen Einsatz ihres Geldes ein. Als sinnvoll gilt den meisten all das, was den Hochschulalltag erleichtert: vom Beamer im Hörsaal bis zur besseren Betreuung, von zusätzlichen Veranstaltungen bis zu längeren Öffnungszeiten in den Bibliotheken. Zweifel kommen allerdings auf, wenn Unis mit dem Geld der Studenten Imagebroschüren erstellen, Designer-Papierkörbe kaufen oder Sportgeräte anschaffen.

Mittlerweile müssen die meisten Hochschulen zwar Rechenschaft über ihre Ausgaben ablegen, aber das beendet den Streit keineswegs. Studentenvertreter klagen über undetaillierte Angaben und zu wenig Transparenz, auch wenn es inzwischen viele Hochschulen gibt, die sich um Offenheit bemühen.

Studenten in der Minderheit

Ernsthaft mitbestimmen, wohin das Geld fließt, dürfen Studenten aber fast nirgendwo. Zwar sitzen an den meisten Universitäten bereits heute Studierende in den Kommissionen, die über die Verwendung der Gebühren entscheiden, doch sind sie dort oft in der Minderheit.

Gebührenexperten wie Ulrich Müller vom wirtschaftsliberalen Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), das sich für die Einführung von Gebühren eingesetzt hat, empfehlen, dass der Einfluss der Studierenden auf die Verwendung ihrer Gebühren stärker werden sollte. Nur so könne man mehr Akzeptanz und Vertrauen unter den Studenten schaffen. Die Hochschulen müssten erst noch ein Gesamtkonzept für die Verwendung der Studiengebühren entwickeln. Bis dahin werden Franz Bozsak und seine Mitstreiter aber wohl noch viel Arbeit haben.

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(SZ Uni & Job/bön)