Beamer im Hörsaal
Anzeige
Dass dem Beispiel andere Bundesländer folgen, daran glauben aber nur wenige. Viele Studenten setzen sich stattdessen, wie Franz Bozsak, für den sinnvollen Einsatz ihres Geldes ein. Als sinnvoll gilt den meisten all das, was den Hochschulalltag erleichtert: vom Beamer im Hörsaal bis zur besseren Betreuung, von zusätzlichen Veranstaltungen bis zu längeren Öffnungszeiten in den Bibliotheken. Zweifel kommen allerdings auf, wenn Unis mit dem Geld der Studenten Imagebroschüren erstellen, Designer-Papierkörbe kaufen oder Sportgeräte anschaffen.
Mittlerweile müssen die meisten Hochschulen zwar Rechenschaft über ihre Ausgaben ablegen, aber das beendet den Streit keineswegs. Studentenvertreter klagen über undetaillierte Angaben und zu wenig Transparenz, auch wenn es inzwischen viele Hochschulen gibt, die sich um Offenheit bemühen.
Studenten in der Minderheit
Ernsthaft mitbestimmen, wohin das Geld fließt, dürfen Studenten aber fast nirgendwo. Zwar sitzen an den meisten Universitäten bereits heute Studierende in den Kommissionen, die über die Verwendung der Gebühren entscheiden, doch sind sie dort oft in der Minderheit.
Gebührenexperten wie Ulrich Müller vom wirtschaftsliberalen Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), das sich für die Einführung von Gebühren eingesetzt hat, empfehlen, dass der Einfluss der Studierenden auf die Verwendung ihrer Gebühren stärker werden sollte. Nur so könne man mehr Akzeptanz und Vertrauen unter den Studenten schaffen. Die Hochschulen müssten erst noch ein Gesamtkonzept für die Verwendung der Studiengebühren entwickeln. Bis dahin werden Franz Bozsak und seine Mitstreiter aber wohl noch viel Arbeit haben.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Studiengebühren-Debatte "Gebühren verschärfen soziale Auslese" 20.10.2008
- Hochschulpolitik Der Studentenschwund 21.08.2008
- Begabtenförderung Stipendien statt Gebühren 12.07.2008
- Studiengebühren Lauter kleine Westerwelles 08.04.2008
- Studiengebühren Stanford kann sich fast jeder leisten 22.02.2008
- Laptops in der Vorlesung Klappe zu, Student allein 20.05.2010
- Bologna-Konferenz Randale während der "Schavan-Show" 17.05.2010
(SZ Uni & Job/bön)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Interessanter Bericht, der sich auch mit meinen Erfahrungen als Student deckt. Ich studieren an einer kleinen FH in Saabrücken mit ca. 5000 Studenten. Wir haben, der CDU sei Dank, nun ja auch seit letztem Wintersemester Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester, dazu kommen noch Semesterticket und Astabeitrag, und schon ist man bei 1200 Euro im Jahr, ganz schön happig.
Davon abgesehen hat man an unserer FH zumindest die Möglichkeit mitzumischen bei der Verwendung der Gebühren: Die Kommission zur Verwendung der Studiengebühren, die dem Fachbereich, in dem ich studiere (Betriebswirtschaft) zustehen, ist paritätisch mit Studenten und Professoren besetzt, lediglich der Fachbereichsleiter hat ein Veto-Recht. Ich war Vertreter in dieser Runde und habe an Sitzungen teilgenommen, wo man sich den Kopf darüber zerbrach, wie man denn noch Geld sinnvoll für die Studenten ausgeben könnte. Wir haben das Geld dann mal ruhen lassen, bis uns wirklich was einfällt. Es wurden reichlich Tutorien geschaffen, Hörsaal- und Laborausstattung erneuert, toll. Und immer noch Geld da.
Immerhin ist es an der HTW nun zu sehen, was mit den Studiengebühren angestellt wurde: Es gibt detaillierte Aushänge, was wofür angeschafft wurde und was es gekostet hat sowie Aufkleber auf den angeschafften Dingen.
So kann es gehen, finde ich. Und das Beste: Als studentischer Vertreter in der Komission wird man von den Studiengebühren befreit, weil man sich dort ja einbringt!
gehortetes Geld: Na klar, manchmal muss erst was zusammengespart werden, bevor man sich etwas leisten kann. Es geht nicht immer nur um einen Lutscher-Kauf. Und so manche Umfrage könnte neutraler ausfallen und nicht nur aus Suggestivfragen bestehen.
Da wissen Sie gleich, warum links gewählt wird, halblinks oder ganz links, aus Protest natürlich. Und was tun die rechten, sie halten sich für die Mitte und wettern, schimpfen wie die Rohrspatzen, wieso man links wählen kann. Die Medien schimpfen gleich mit, der Herr Koch ist doch so ein netter brutalst möglicher Aufklärer, hat immer nur auf Steuerzahlerkosten oder von Spendengeldern gelebt, da kann doch die Mehrheit im gewählten Landtag ihn doch nicht als Ministerpräsident abwählen. Stell sich mal einer vor, das gescjieht nächstes Jahr mit der Frau Merkel. Na davor kommt ja noch die Hetzkampagne und der Versuch, Rentner mit 2,75 % zu bestechen, obwohl, das Geld ist durch die erhöhten Krankenkassenbeiträge für die neue Mammutbehörde schon wieder weg. Mehr Rente gibt es also netto nicht.