Tausende Studierende und Uni-Mitarbeiter sind in Düsseldorf gegen Studiengebühren und Bildungsabbau auf die Straße gegangen.
Nach einer Demonstration von mehreren tausend Studenten aus ganz Nordrhein-Westfalen ist es am Dienstag in Düsseldorf zu Ausschreitungen gekommen. Vermummte Demonstranten lieferten sich am Nachmittag in der Innenstadt Prügeleien mit der Polizei, die daraufhin ihre Einsatzkräfte in der City zusammenzog.
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Zeitweise war eine Gruppe von Demonstranten, die zuvor eine Kreuzung blockiert hatten, abseits des Zugweges von der Polizei eingeschlossen worden. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass etwa ein halbes Dutzend Demonstranten zur Feststellung der Personalien in Gewahrsam genommen worden seien.
Nach Angaben der Polizei hatten sich rund 4500 Studenten an dem Protestzug beteiligt. Die Veranstalter sprachen von bis zu 7000 Teilnehmern bei der nach ihren Angaben bisher größten Protestaktion von Studenten seit Beginn der schwarz-gelben NRW-Landesregierung vor einem Jahr.
Die Teilnehmer des Protestzuges demonstrierten unter anderem für mehr Geld im Bildungssystem. Auch zahlreiche Uni-Mitarbeiter hätten sich an den Protesten beteiligt, sagte ein Studentenvertreter. Mit Transparenten wie "Gemeinsam gegen Bildungsabbau" und "Studiengebühren stoppen" waren die Studenten zum Landtag gezogen, um unter anderem gegen das von der Landesregierung geplante "Hochschulfreiheitsgesetz" zu protestieren. Es bringt den Hochschulen nach dem Willen der Landesregierung von 2007 an weit reichende Autonomie in Forschung, Personal- und Finanzpolitik. Studentenvertreter sehen in dem Gesetz jedoch auch einen "Demokratie- Abbau", da die Mitbestimmung verändert werde.
Auch in anderen Städten protestierten Studenten gegen Gebühren. In Wiesbaden gingen am Dienstag etwa 400 Studierende auf die Straße. In den Tagen zuvor gab es unter anderem in Marburg, Fulda und Kassel Proteste.
(dpa)
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