Brüche und Fragezeichen: Immer weniger Arbeitnehmer können lückenlose Lebensläufe aufweisen. Eine Studie weist jetzt Arbeitslosigkeit als allgemeine Erfahrung nach.
Das Arbeitsleben vieler Menschen ist, verglichen mit den 80er Jahren, heute lückenhaft geworden. Der Anteil der Dauerarbeitslosen hat sich verdoppelt. Besonders bei jungen Menschen wird Arbeitslosigkeit zur allgemeinen Erfahrung, zeigt eine Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
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Bewerbungen über Bewerbungen - lückenlose Lebensläufe werden immer seltener. (© Foto: iStock)
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"Die brüchigeren Erwerbsverläufe werden große Probleme in der Alterssicherung verursachen", warnen die Wissenschaftler vom Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (Inifes), Ernst Kistler und Falko Trischler, die im Auftrag der Böckler-Stiftung die Lebensläufe von 1984 bis 2007 verglichen haben.
Die heutigen Berufseinsteiger werden demnach dauerhaft bei der Alterssicherung benachteiligt. "Die Gefahr der Altersarmut steigt", schreiben die Forscher. Zum einen beginne der Berufseinstieg später, weil die Ausbildungen heute länger seien. Zum anderen sei jeder zwanzigste 20- bis 30-Jährige von 2003 bis 2007 mindestens zweieinhalb Jahre ohne Job gewesen, während es 1985 bis 1989 nur jeder Hundertste gewesen war.
Schwierige Überbrückung
Auch unter den 51- bis 65-Jährigen gibt es mehr Arbeitslose als noch Mitte der 80er Jahre, zeigt die Untersuchung. "Es hat sich ein Keil zwischen Arbeitsende und Rentenbeginn geschoben", so die Wissenschaftler. Die Mehrheit der Erwerbstätigen gehe nicht mehr reibungslos aus dem Beruf in die Rente. Vielmehr sei am Ende des Erwerbslebens eine schwierige Überbrückungsphase zur Regel geworden. Nicht nur, dass es mehr ältere Arbeitslose gebe, sondern viele Arbeitnehmer gingen vorzeitig in Rente, obwohl sie Abstriche beim Ruhegeld hinnehmen müssten.
Die sogenannte Kernerwerbsphase der 30- bis 50-Jährigen hat sich den Forschern zufolge am wenigsten verändert. Arbeitslosigkeit sei in dieser Phase etwas seltener als am Anfang oder am Ende des Berufslebens. Doch sieben Prozent der 30- bis 50-Jährigen waren zweieinhalb Jahre ohne Job, 1985 bis 1989 waren dies nur zwei Prozent. Neu sei, dass heute mehr Frauen berufstätig seien als in den 80er Jahren. Allerdings gingen viele Frauen nur einer geringfügigen oder Teilzeit-Beschäftigung nach.
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(SZ vom 05.05.2010/ehr)
Debatte über Urheberrecht
Das Problem ist ja schon altbekannt. Und auch die Ursache - auf die Fr. Haas keine Silbe verwendet - ist altbekannt: der Markt kann nicht mehr wachsen! Also muß der Unternehmergewinn sinken oder auf Kosten der Arbeiter gehalten werden.
dies bedeutet zwangsläufig, daß junge Menschen keine Arbeit bekommen, mittelalte Menschen Lohndrückerei erfahren und Alte Menschen kurzgehalten werden. Im hier und jetzt, aber auch dann, wenn junge und mittelalte Menschen selbst alt geworden sind.
Daß es hierzu noch eine Studie braucht ist scheinbar verwunderlich. Nur scheinbar, denn nachdem die Unternehmer nicht mehr stillschweigend am Kapitalismus im Endstadium festhalten, wird nun durch Diskutieren Zeit geschunden während man am Kapitalismus im Endstadium festhält.
Dabei werden Probleme nicht gelöst wenn man sie vor sich herschiebt. Sie werden nur ignoriert und potenziert.