Kurse und Umschulungen erhöhen die Chancen von Arbeitslosen auf einen Job. Das zeigt eine Untersuchung der Uni Sankt Gallen.

Ob kurz oder lang: Fortbildungen erhöhen auf langfristige Sicht die Beschäftigungsaussichten von Arbeitslosen. Das zeigt eine Studie der Universität Sankt Gallen im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit.

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Während sieben Jahre nach kürzeren Fortbildungen die Jobchancen um durchschnittlich bis zu neun Prozent höher liegen, haben die Wissenschaftler bei Umschulungen den doppelten Effekt festgestellt. Bei ostdeutschen Frauen stieg die Beschäftigungswahrscheinlichkeit nach Umschulungen sogar um 25 Prozent. Außerdem profitierten sie von höheren Verdienstmöglichkeiten: Im Schnitt kamen sie auf 400 Euro mehr im Monat.

Wie die Studie auch zeigt, konterkariert die Arbeitsmarkt-Entwicklung aber mitunter den Weiterbildungseffekt. So wurden in den 90er Jahren in Ostdeutschland viele Arbeitslose in Bauberufe umgeschult. Zehn Jahre später waren Jobs am Bau Mangelware. Die Arbeitslosenquoten in den Bauberufen stieg laut IAB auf mehr als 30 Prozent.

In Westdeutschland qualifizierten zwei Drittel der Umschulungen für Berufe im Dienstleistungssektor.

Die Wissenschaftler haben für ihre Studie die Beschäftigungsverläufe von Arbeitslosen untersucht, die 1993 und 1994 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet waren.

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(sueddeutsche.de)