Studie von Managerinnen-Initiative 90 Prozent Männer in Führungsetagen

Vorstände und Aufsichtsräte in deutschen Unternehmen sind nach wie vor extrem von Männern dominiert. Wie die Studie einer Managerinnen-Initiative zeigt, liegt der Anteil der Frauen nur etwas über zehn Prozent. Die Verbesserungen seien nur "homöopathische Dosen".

Je weiter es in der Karriere nach oben geht, desto schwerer wird es für Frauen. Deren Anteil in Führungsetagen ist nach wie vor erschreckend gering. Fast 90 Prozent aller Vorstands- und Aufsichtsratsposten bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland sind mit Männern besetzt.

Der Anteil der Frauen liege bei 11,1 Prozent, berichtet die Managerinnen-Initiative "Frauen in die Aufsichtsräte" (Fidar), die an diesem Dienstag eine Studie zum Frauenanteil in den Führungsgremien vorstellt. Untersucht wurden 160 Unternehmen im Dax, MDax, SDax und TecDax.

Binnen zwei Jahren sei der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen damit um 4,6 Prozent gestiegen - zu wenig, findet Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow, die von einer Verbesserung in "homöopathischen Dosen" spricht.

Sie sagte: "Es reicht nicht, nur eine Frau in den Aufsichtsrat oder Vorstand zu holen. Damit sich etwas ändert, müssen mehrere Frauen in Führungspositionen eines Unternehmens sein. Studien sprechen von mindestens 20 bis 25 Prozent Frauenanteil, damit sich quasi von allein etwas bewegt."