Von wegen Jobnomaden: Deutsche Arbeitnehmer wünschen sich geregelte Arbeitszeiten, klare Hierarchien und einen Arbeitsplatz für sich selbst.

Die weitaus meisten Arbeitnehmer wollen nach einer Studie des BAT-Freizeit-Forschungsinstituts fest angestellt sein und einen geregelten Feierabend haben.

(© dpa)

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Das Bild von einem "Jobnomaden", der hoch flexibel wechselnde Aufgaben an wechselnden Orten erfüllt, sei nur ein Mythos der modernen Arbeitswelt, heißt es in einer am Freitag in Hamburg verbreiteten Analyse des Freizeitforschers Horst W. Opaschowski. "Die Wirklichkeit der modernen Arbeitswelt vermittelt ein ganz anderes Bild", sagte er. "Fast drei Viertel aller Arbeitnehmer wollen geregelte Verhältnisse wie ihre Eltern."

Die 40- bis 49-Jährigen sind mit 75 Prozent am ehesten für geregelte Arbeitsverhältnisse. Aber auch 63 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 34 Jahren wollen lieber konventionell arbeiten.

Auch zusätzliche Arbeitsplätze durch Teilzeitarbeit oder flache Hierarchien gehören laut Opaschowski zu den Mythen der Arbeitswelt. Tatsächlich wollten nur sieben Prozent der Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz teilen, noch weniger wollen zu einer Zeitarbeitsfirma.

Nach wie vor sehen 80 Prozent der Berufstätigen ihren Arbeitsalltag geprägt durch Hierarchien von Vorgesetzten und Untergebenen. "Die meisten Arbeitnehmer erwarten klare Aufgabenverteilungen und verbindliche Anforderungsprofile", sagte Opaschowski. Dabei müssten Hierarchie und Teamarbeit keine Gegensätze sein: Gefragt sei die Einzelleistung im Team.

Für die Studie wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt.

(sueddeutsche.de/AP/dpa)

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