So hoch die Arbeitslosenzahlen sind: Sie reichen nicht. Denn es gibt viele Erwerbsfähige, die in der Statistik gar nicht auftauchen.
Sie haben kapituliert und aufgehört, einen Job zu suchen. Sie haben sich vorzeitig in Rente verabschiedet oder machen gerade eine Weiterbildung: Erwerbsfähige Menschen, die arbeitslos sind, aber nicht in der amtlichen Statistik auftauchen. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) bezeichnet sie als "stille Reserve". Zählt man diese zu den Arbeitslosen dazu, hatten laut IAB im vergangenen Jahr sechs Millionen potenzielle Erwerbspersonen keinen Arbeitsplatz.
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Damit habe sich die Unterbeschäftigung in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert. Während die Arbeitslosenzahlen gestiegen sind, ist die "stille Reserve" kleiner geworden. Das liegt - vor allem in den ostdeutschen Bundesländern - daran, dass weniger Erwerbslose an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie beispielsweise Weiterbildungen teilnehmen als früher.
Dem IAB zufolge umfasste die "stille Reserve" im Jahr 2004 rund 1,6 Millionen Menschen. Durch die Hartz IV-Reform erwartet das Institut einen weiteren "erheblichen Rückgang".
Das Fazit der Arbeitsmarktforscher: Es müssen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.
(sueddeutsche.de/nini)
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