Verrat durch enttäuschte Ex-Partner
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Ein entdeckter Betrug kann aber auch außerhalb des Universitätsleben weitreichende Folgen haben: Getäuschte Freunde und Verwandte reagieren empört. Schlimmstenfalls ist der Fälscher sogar seinen Job los, wenn der gekaufte Abschluss Bedingung für die Einstellung war. Trotz des hohen Risikos schätzt Manuel Theisen, Wirtschaftsprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, dass mindestens ein bis zwei Prozent aller Doktorarbeiten in Deutschland von Ghostwritern geschrieben werden. Ein mittelgroßer Anbieter von Ghostwriting gibt an, jährlich bis zu 1500 Arbeiten zu verkaufen.
Da diese Form des Betrugs zumeist nicht von Computerprogrammen aufgedeckt werden kann, fühlen Studenten sich sicher. Dabei vergessen sie allerdings, dass auch Mitwisser sie anschwärzen können. "Enttäuschte Ex-Partner sind eine häufige Quelle", sagt Hellmut-Johannes Lange. Und dann gebe es ja auch noch den Ghostwriter selbst. Wer mit einem falschen Titel Karriere mache, bleibe sein Leben lang erpressbar, warnt der Rechtsexperte aus Berlin.
Quelle: Wikipedia
Abschreckung allein hilft gegen Ghostwriting und illegale Plagiate aber nicht, davon ist Debora Weber-Wulff überzeugt. Die Professorin für Medieninformatik an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema. "Wir müssen den Studenten beibringen, was wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, und dass sie sich nicht einfach im Internet bedienen können", sagt Weber-Wulff. Selbstverständlich ist das nicht: Immer wieder erwischt sie Studenten, die es normal finden, bei Wikipedia abzuschreiben. Die meisten Hochschüler seien dafür aber zu ehrgeizig oder zu ehrlich, betont sie. Das belegen auch Foren, in denen Studenten diskutieren. Einer schreibt dort einem Kommilitonen auf der Suche nach einem Ghostwriter: "Ich gönne Dir von Herzen, dass Dein Betrug auffällt . . . Das ist so was von arm!"
Ein schlechtes Gewissen plagt nun auch den BWL-Studenten Max Wielo: Die Abschlussarbeit sollte doch sein Meisterstück sein, "da wollte ich dann zeigen, was ich kann." Den Hauptteil der Arbeit, sagt er, hat er ja auch selbst geschrieben.
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(SZ vom 16.6.2008/bön)
Christopher Lee zum 90.
...wer so etwas macht, den holt es unter Umständen erst Dekaden später ein, dann aber mit voller Wucht. Wenn ich beim Geheimdienst wäre, worde ich sowas professionell zur Agentenrekrutierung und Wirtschaftsspionage machen...Gott sei Dank bin ich es nicht...;-))