Lähmender Schrecken
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Andauernde innere Aufgeregtheit lasse eine hohe Reizbarkeit entstehen. Dadurch sinke die Reizschwelle, und das wiederum forciere aggressive Regungen, sagt Ott. Innere Unruhe beeinträchtige eben nicht allein das Urteilungsvermögen und begünstige falsche Einschätzungen und Bewertungen, weil alles nur noch eingeschränkt und selektiv wahrgenommen werde, es führe auch dazu, aus Nichtigkeiten Probleme zu machen.
Eine Tatsache, auf die auch Lattmann verweist. "Wer ständig aufgescheucht in die Welt blickt, neigt dazu, alles als bedrohlich anzusehen, als tragisch, furchtbar, katastrophal", sagt er. Das verhindere, Herr einer Situation zu bleiben. Ein solchermaßen befangener Blick liefere den Menschen einfach der Situation aus, die, gelassener betrachtet, meist rasch viel von ihrem lähmenden Schrecken verliere. Vermutlich kenne das jeder: Fehlt die innere Ruhe, ist schnell alles Mist, sind die anderen unmöglich. Am liebsten möchte man davonlaufen.
Angriff oder Flucht
Wer in sich ruhend im Leben steht, weiß: Selten nur gibt es etwas, das ausschließlich eine Facette hat. Auch die Hirnforschung verweist auf den Wert der inneren Ruhe. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg: "Wenn im Oberstübchen, dem frontalen Cortex, die Erregung zu groß wird und alle Sicherungen durchbrennen, übernehmen die archaischen Notfallprogramme aus den tieferliegenden Hirnbereichen das Kommando." Damit stünden nur noch zwei Verhaltensalternativen zur Auswahl: Angriff oder Flucht. Beide seien für die Bewältigung unserer heutigen Probleme und ihrer oft krisenhaften Zuspitzung völlig ungeeignet.
Hier erfolgreich zu Werke zu gehen, sagt Hüther, "fordert abwägendes, ruhiges Nachdenken, Einfühlungsvermögen, Umsicht und Voraussicht. Schwierige Situationen müssen meistens in mehreren Schritten bereinigt werden." Ein solches Vorgehen aber sei aber desto weniger möglich, je größer die Erregung in der Hirnregion sei, die diese komplexen Leistungen steuere. "Dazu braucht es genügend Ruhe im Frontalhirn, innere Ruhe eben."
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(SZ vom 19.9.2009/bön)
Diskussion um Leinenpflicht für Hunde
....... da sagte ich mir das immer: In der Ruhe liegt die Kraft! Aber dies dann umzusetzen, ist eine völlig andere Sache!
Was habe ich nicht alles probiert: Positives Denken, Lesen esoterischer Bücher, die einem "aufzeigen", was man tun kann, um seine Aura zu schützen und die Löcher in der Aura zu beseitigen, so dass man um sich herum einen energetischen Schutz hat! Ich muss aber erst einmal lernen, mich zu schützen, und das kann nur in mir geschehen! Ich habe chinesische Methoden ausprobiert, Meditationen usw., sie waren vielleicht eine nette Beigabe auf meinem Weg, aber alleine hätten sie mich nicht sehr weit gebracht!
Letztendlich führt nur eines dazu, in die Nähe dieser Gelassenheit und Ruhe zu kommen:
Die Erkenntnis, wie ich mich mit den in mir programmierten Verhaltensweisen schädige, das Lernen, einen Haken zu schlagen, wenn diese alten Verhaltensmuster wieder durchkommen. Und das alles geht nur durch korrekte Selbsterfahrung, die auch wissenschaftlich fundiert ist. Und ..... ich muss in erster Linie davon ausgehen, dass ich nicht alles in mir und um mich herum von jetzt auf gleich ändern kann. Es kann mit jahrelanger Arbeit an sich selbst verbunden sein, insbesonderes dieses LOSLASSEN zu lernen. Aber .... man sollte nicht aufgeben, allein schon der Weg dorthin ist lohnenswert und sehr erkenntnisreich, auch wenn er mit der Überwindung von vielen Hindernissen verbunden ist!