Auch wenn der Ärger noch so groß ist: Wer seine Kollegen beleidigt, muss damit rechnen, entlassen zu werden. In manchen Fällen hat der Chef gar keine andere Wahl.
Da schluckt man seinen Groll doch lieber runter: Wer seine Kollegen beleidigt, riskiert die fristlose Kündigung. Das ergibt sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein (Az.: 3 Sa 224/09), auf das die Fachzeitschrift Personal hinweist . Stören Streithähne durch Beleidigungen und Drohungen den Betriebsfrieden, darf der Chef sie sofort entlassen. Seine Fürsorgepflicht schreibt ihm vor, Beschäftigte vor solchen Drangsalierungen zu schützen.
Streit unter Kollegen kommt vor. Beleidigungen sind allerdings tabu - sonst droht die Kündigung. (© Foto: iStock)
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In dem aktuellen Fall hatte eine Verkäuferin in einer Bäckerei einer Auszubildenden unter anderem gedroht: "Wenn Du mich noch einmal beim Chef anscheißt, gehe ich Dir an den Hals!" Als die Verkäuferin auch noch handgreiflich wurde, entließ der Arbeitgeber sie fristlos. Das war zulässig, entschieden die Richter. Denn grobe Beleidigungen und tätliche Auseinandersetzungen im Betrieb rechtfertigten generell eine außerordentliche Kündigung.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz)
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