Wer damit rechnet vom Finanzamt Geld zurückzubekommen, sollte sich beeilen. Denn bald werden sich die Steuererklärungen wieder auf den Behördentischen stapeln.
Eigentlich sollten Arbeitnehmer, die Geld vom Fiskus zurückerwarten, ihre Steuererklärung so früh wie möglich im Jahr abgeben. "Am besten schon im Januar", so Stefan Walter vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Doch auch jetzt kann sich Eile noch lohnen. Denn wer die Steuererklärung in den nächsten Tagen noch beim Finanzamt einreicht, kann noch mit zügiger Bearbeitung rechnen. Das sieht in wenigen Wochen schon ganz anders aus: Erfahrungsgemäß kommt eine Schwemme von Steuererklärungen im Frühjahr und Sommer von den Steuerberatern und Hilfevereinen.
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"Grundsätzlich gilt, dass die Steuererklärung in den Finanzämtern nach Eingangsdatum abgearbeitet werden", erklärt Walter. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Steuererklärung persönlich abgegeben wird. Es stellt nur sicher, dass sie auch angekommen ist. Auch der Umfang der Steuererklärung habe keinen Einfluss auf die Bearbeitungsdauer.
Die Finanzämter sind laut Walter aber angehalten, die Elster genannte elektronische Steuererklärung bevorzugt zu behandeln. Sie kann über ein Online-Formular unter www.elster.de eingereicht werden. Zudem sind im Handel verschiedene Steuererklärungsprogramme erhältlich, die Elster unterstützen.
Unter Umständen kann der Steuerzahler so ohne ein Blatt Papier seine Steuererklärung fertigstellen. Denn viele Finanzämter verzichten dabei auf Belege oder fordern diese nur bei Bedarf an. Eine Ausnahme sind Ausgaben, für die eine Belegpflicht besteht, so Walter. Dazu zählen zum Beispiel Spendenbescheinigungen.
Wer keinen Internetanschluss besitzt oder seine Steuererklärung aus anderen Gründen auf herkömmlichem Weg erledigen will, sollte es den Finanzbeamten auch dabei möglichst einfach machen. Dadurch können Nachfragen vermieden werden. Dazu zählt Walter zufolge zum Beispiel, dass Werbungskosten, deren Sinn sich nicht gleich erschließen, auf einem Beiblatt kurz erläutert werden.
(sueddeutsche.de/dpa)
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