Stellenwechsel Zähigkeit, die sich lohnt

Wie erfolgreich können Initiativbewerbungen sein? "Die Art von Bewerbung macht auf jeden Fall Sinn, weil sich der Arbeitsmarkt wandelt", sagt Jörg Hallberg. "Die Unternehmen merken, dass jüngere Arbeitskräfte, vor allem Fachkräfte, fehlen und sind oft dankbar, wenn diese sich bei ihnen melden."

Eine weitere Möglichkeit, wie man selbst aktiv werden kann, sind Lebensläufe im Internet, sozusagen das Stellengesuch 2.0. "Dabei ist es besonders wichtig, alle Tätigkeiten und Qualifikationen klar zu definieren und zu sagen, was man da ganz konkret gemacht hat", sagt Katrin Luzar von der Jobbörse Monster.de.

Auch Hallberg rät zur Präzision: "Ich bin flexibel und ein Teamarbeiter - das sagt nichts aus. Sagen Sie genau, was sie flexibel macht und warum sie besonders gut im Team arbeiten können."

Profildaten zu pflegen und in sozialen Netzwerken Kontakte aufrechtzuerhalten, kann auch laut Bewerbungsberater Hallberg vielversprechend sein. Nur eines sollte man vermeiden: "Wer von einem Bekannten gehört hat, dass eine Stelle zu vergeben ist, der sollte sich nicht auf ihn berufen, man weiß nie, ob er schon auf der Abschussliste steht."

Das hat auch Juliane Kmieciak nie gemacht: "Ich habe mir immer nur die Namen besorgt und nie die Verbindung zu nutzen versucht", sagt sie. Bevor jedoch die Initiativbewerbungen fruchten konnten, hat sie auf anderem Weg eine Stelle gefunden. Eine der Initiativbewerbungen wäre jedoch erfolgreich gewesen: "Das hat sich dann im Nachhinein ergeben, nach einem halbem Jahr hat sich das Unternehmen gemeldet: Ich sollte am besten morgen anfangen." Das zeigt Initiativbewerbungen sind eine zähe Sache, aber Durchhalten kann sich lohnen.