Der Weg zu verhandlungssicherem Englisch führt nicht nur über stumpfes Vokabellernen. Sprachreisen bieten eine aufregende Alternative.
Zum Englischlernen nach London oder in die USA: Wem vor purem Vokabelpauken graut, für den sind Sprachreisen eine gute Möglichkeit, sein Englisch - oder Französisch - aufzupolieren und dabei auch noch Spaß zu haben.
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Nach dem Unterricht auf zum Strand: Auch die Freizeitgestaltung spielt bei Sprachreisen eine große Rolle. (© Foto: ap)
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"Das ist durchaus empfehlenswert, egal, ob man eine schlechte Note in der Schule ausbügeln oder als Fortgeschrittener für das Abitur lernen will", sagt Nina Gerstenberg von der Stiftung Warentest in Berlin, die kürzlich Sprachreisen für Erwachsene getestet hat. Auch das Angebot an Sprachreisen für Jugendliche ist riesig - aber nicht immer gut. Ein gründlicher Vergleich ist daher sinnvoll.
Paris, Nizza, Cannes
Wer sich im Internet oder Reisebüro informieren will, wird meist vom Angebot erschlagen: Allein EF Sprachreisen Deutschland in Berlin, einer der größten Anbieter bundesweit, hat laut Sprecher Carsten Knobloch Englisch-Kurse in Dublin, Eastbourne, London, Edinburgh, auf Malta, in Florida und gar in Kanada im Programm. Wer Französisch lernen will, kann beispielsweise mit den GLS Sprachreisen nach Paris, Nizza, Cannes oder ins kanadische Montréal fahren.
"Am besten lässt man sich die Kataloge von etwa drei bis fünf Anbietern zuschicken, um sie zu Hause in Ruhe vergleichen zu können", sagt Gerstenberg. Wichtig ist dann zunächst, sich für ein Reiseziel zu entscheiden. Jürgen Hinsenkamp vom Sprachzentrum Tandem in Göttingen rät, sich dabei an den eigenen Vorlieben zu orientieren.
"Wer es trubelig mag, könnte in einer Großstadt richtig sein. Wer sich dagegen voll auf den Sprachkurs konzentrieren will und es lieber ruhiger hat, für den ist eine Kleinstadt möglicherweise besser." Im nächsten Schritt gilt es, den richtigen Kurs für sich zu finden. Während ein Abiturient vielleicht einen Kurs über Shakespeare favorisiert und eine Berufsschülerin ihr Wirtschaftsenglisch aufpolieren will, braucht ein Achtklässler mit großen Problemen in Französisch eher einen Basiskurs.
Muttersprachler als Lehrer
"Unabhängig von der Kursart sollte man pro Woche mindestens 20 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten Länge haben", rät Hinsenkamp. "Nur dann lohnt sich die Reise." Wichtig ist auch die Kursgröße. "Ideal sind Gruppen mit etwa acht Teilnehmern, mehr als zwölf sollten es auf keinen Fall sein." Das Problem sei allerdings, dass kleine Kurse meist teurer und während der Hochsaison schneller ausgebucht sind.
Entscheidend ist auch die Qualifikation der Lehrer. Denn während studentische Aushilfen zwar nett sind, verfügen ausgebildete Sprachlehrer laut Hinsenkamp über mehr Sprachkompetenz. Außerdem sollten die Lehrer Muttersprachler sein, sagt Gerstenberg. "Auf Malta beispielsweise ist Englisch nur Amts- und nicht Muttersprache", erklärt sie. "Daher sprechen die Lehrer zwar oft gutes Englisch, kennen aber bestimmte Feinheiten nicht."
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