Wer jemandem etwas anhängen und dabei anonym bleiben will, findet im Internet ein komfortables Medium. Das bekommen auch Lehrer zu spüren.
Wer jemandem etwas anhängen und dabei anonym bleiben will, findet im Internet ein komfortables Medium. Das bekommen auch Lehrer zu spüren, deren Berufsrisiko es von jeher ist, Spott auf sich zu ziehen. Ruckzuck landen sie nun am Internet-Pranger. Zwar tragen sie dort, anders als die Verurteilten im Mittelalter, weder Lasterstein noch Schandkragen. Aber auch böse Witze und Beschimpfungen können schmerzen.
Spickmich.de: Ein Gag auf harmlosen Seiten. (© Foto: dpa)
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Anonyme Urteile, die im Internet gefällt werden, sind ein Ärgernis. Wenn sie die Schwelle zur Schmähkritik nicht überschreiten, kann man sie jedoch nicht so einfach verbieten. Das Recht auf freie Meinungsäußerung wiegt schwer, weshalb das Landgericht Köln keineswegs aus Verachtung für die Lehrerschaft handelte, als es die Klage einer Pädagogin gegen "Spickmich.de" erneut abwies. Auf dieser Internetseite benoten Schüler ihre Lehrer.
Die Zensuren, die dort verteilt werden, sind natürlich unseriös; so werden Lehrer danach bewertet, wie "cool und witzig" sie sind. Das Ganze ist aber nicht viel mehr als ein Gag auf recht harmlosen Seiten (die wohl auch deshalb so brav sind, weil die Betreiber durch die Klage gewarnt sind). Verbale Ausfälle und Videoclips, in denen Lehrer gedemütigt werden, finden sich auf ganz anderen, weniger bekannten Internetseiten.
Wenn Jugendliche über Lehrer herziehen wollen, sollten sie dies im klassischen kleinen Kreis tun, nicht anonym im Internet. Und wenn Lehrern etwas an ihren Schülern und an einem guten Unterricht liegt, sollten sie ernsthafte Rückmeldungen einholen. Lehrer müssen nicht nur offen sein für konstruktive Kritik. Sie müssen auch dafür sorgen, dass es ein Forum gibt, auf dem solche Kritik zur Sprache kommen kann.
(SZ vom 31.1.2008/bön)
Staatsbesuch in Israel
Die Jungs sind echt tough, und wir denken Sie haben Recht! Deshalb sind Sie einer unserer Partner ! http://www.spirofrog.de/Partner/Partner/ , weil ein grosser teil der Schüler sind ja später Studenten
Lieber User,
Ihr Kommentar ist online. Uns ist hier leider ein kleiner Fehler unterlaufen. Entschuldigung!
Beste Grüße,
Ihr Moderator
Frank Porzky
wieso wurde mein Beitrag gelöscht?? Muss man jetzt hier jedes mal seine Einträge speichern, um sie dann wieder zu posten weil jemand meinte ihm passt die Meinung nicht?
Ich habe mich gesetzteskonform verhalten, niemanden Beleidigt oder sonst was.
Ich bitte um eine Stellungnahme liebe Redaktion!
... so schallt es herraus!
Sorry - aber jeder der zur Schule gegangen ist weiss, dass es Lehrer gibt die ein wenig unter Realitätsverlust leiden was den Umgang mit ihren Schülern angeht. Solche Kommentare von den pubertierenden Schülern überraschen mich da gar nicht!
my two cents
IV
Sofern die Kritiken an den Lehrkräften sich in einem sachlichen Rahmen bewegen und nicht in Beleidigungen münden, so finde ich diese Art der Evaluation (unter Schülern; ich denke jeder Erwachsene weiß mit Punkten wie "cool" oder "uncool" umzugehen) ein probates Mittel.
Ich war das letzte mal vor 6 Jahren in der Schule und mir ist vorallem die Kluft zwischen den Lehrern die angagiert sind und sich fortbilden und denjenigen die aufgegeben haben in Erinnerung. Ich denke das Seiten wie spickmich.de oder meinprof.de machen nur öffentlich was die meisten Lehrer wohl ahnen wenn sie eine Klasse von einem Kollegen, der nicht allzu motiviert ist, übernehmen: Man wirft ihm mangelnde pädagogische Fähigkeiten vor. Die Gründe dafür sind wohl im Aus- und Fortbildungssystem der Lehrer sowie vorallem im Bildungssystem (das Lehrpläne "vollstopft") zu suchen.
Das hier u.U. eine Bloßstellung eines Lehrers zu erwarten ist, halte ich für übertrieben, es ist lediglich ein Hinweis an die betreffende Person dass die Schüler nicht zufrieden mit der Leistung des Lehrers sind.
Ich stelle mir die Frage warum die Lehrerschaft es nicht auch als eine Chance ansieht zum einen ein Feedback zubekommen und zum anderen am eigenen Unterrichtsstil zu arbeiten. Von jedem Arbeitnehmer wird verlangt dass er sich in seinen 40-50 Jahren der Arbeitstätigkeit weiterentwickelt.
Paging