Skurrile Fragen im Vorstellungsgespräch "Wo lassen Sie am liebsten die Sau raus?"

"Herzlich willkommen": Vorstellungsgespräche fangen meist freundlich an - und können für den Bewerber dann sehr unangenehm werden.

(Foto: Imago Stock&People)

Bewerbern absurde Fragen zu stellen, ist ein beliebter Chef-Sport. Job-Aspiranten müssen mitunter aberwitzige Aufgaben lösen. Was SZ-Leser im Vorstellungsgespräch erlebt haben.

Die Hände zittern, den Rücken läuft ein Rinnsal Schweiß hinunter und die Stimme droht zu versagen. Vorstellungsgespräche sind für Bewerber Stress pur. Und wie reagieren künftige Chefs und Personaler? Sorgen mit abstrusen Fragen zusätzlich für Druck. Angeblich soll das unter anderem einen Rückschluss auf die allgemeine Stressresistenz des Bewerbers erlauben. Bleibt er ruhig und fokussiert? Oder mutiert er zum handlungsunfähigen Nervenbündel?

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Wie muss ein Bewerbungsschreiben aussehen? | Darf ich im Lebenslauf schummeln? | Was gilt es im Vorstellungsgespräch zu beachten? | Wie läuft ein Assessmentcenter ab? Der Bewerbungs-Ratgeber von SZ.de gibt Tipps.

Das amerikanische Online-Unternehmensbewertungsportal Glass Door hat bereits zum zweiten Mal die skurrilsten Auswüchse dieser Gaga-Fragenkultur gesammelt. Unter den "Top 25 Toughest Interview Questions (2014)" finden sich Perlen wie diese: "Wer könnte in einem Kampf gewinnen, Chuck Norris oder Godzilla?" (gefragt bei einem Unternehmen für Erdölförderung). Oder auch: "Zählen Sie bis elf, in Intervallen von 3,5." (Aufgabe bei einer Taxi-App)

Was die Antwort jeweils über den Job-Aspiranten aussagen soll, wird wohl vorerst das Geheimnis von Chefs und Personalern bleiben. Denn welcher Kandidat stellt schon die durchaus naheliegenden Gegenfragen: "Was soll das?" Oder: "Geht's eigentlich noch!?"

Damit Sie trotzdem etwas von diesem Artikel haben, an dieser Stelle Fragen, mit denen SZ-Leser schon im Vorstellungsgespräch konfrontiert waren. Denn Vorbereitung ist die beste Verteidigung.

  • "Warum sollen wir Sie nicht nehmen?"
  • "Welche Blumen würden Sie in einem Blumenladen verkaufen?" (als IT-Dienstleister bei einer Onlineredaktion)
  • "Jetzt sagen Sie mal: Wo lassen Sie am liebsten so richtig die Sau raus?" (bei einem großen Konsumgüterhersteller)
  • "Wie viele Windeln werden in Deutschland pro Jahr verkauft?" (bei einem Praktikum als Anwendungsentwickler)
  • "Haben Sie sich jemals gefragt, warum Gullydeckel rund sind?"
  • "Wenn Sie sich aussuchen könnten, als welches Tier Sie wiedergeboren werden - was für ein Tier würden Sie wählen?" (bei einer Schweizer IT-Firma)
  • "Wie viele Golfbälle gibt es in Schweden?" (bei einer Unternehmensberatung)
  • "Können Sie eigentlich auch weich sein?" (als Pressereferentin in einem Krankenhaus)

Linktipp: Weitere skurrile Bewerbungsfragen finden Sie hier. Kleiner Vorgeschmack: "Können Sie zum Vorstellungsgespräch Schlafsack und Isomatte mitbringen?"

Was war die dümmste Frage, die Sie jemals in einem Job-Interview beantworten mussten? Schreiben Sie uns unter dem Stichwort "Skurrile Bewerbungsfragen" an karriere-online@sz.de!